Die Trump-Katastrophe?

Make America Great Again - slogan for Republican 2016 presidential campaign

Die öffentlichen Wahlen sind vorbei und rein theoretisch ist Donald Trump der nächste Präsident der Vereinigten Staaten. Noch ist das nicht in trockenen Tüchern, denn – auch wenn undenkbar – bestünde die Möglichkeit das Wahlmänner aus Bundesstaaten wo es nicht gesetzlich vorgeschrieben ist entgegen des Ergebnisses abstimmen. Darum jedoch soll es in dem Artikel nicht gehen. Viel mehr gilt es mit einigen Mythen und Frechheiten aufzuräumen.


In den USA wird bei den Wahlen grundsätzlich auf zwei Parteien reduziert. Demokraten und Republikaner scheinen die einzigen Parteien zu sein. Bereits an dem Punkt ist es mit demokratischen Grundwerten, besonders bei den Medien, nicht weit her. Der Rummel der dabei zum Teil entsteht wirkt wie ein völlig überdrehtes Volksfest. Aber auch da, jedem das seine.

Speziell in den vergangenen Wochen gab es kein Boulevardblatt und dazu zähle ich auch die so genannten renommierten Medien, welches Trump nicht mit Unmengen von Beleidigungen, verstümmelten Zitaten oder auch unsachlichen Kommentaren versuchte zu diskreditieren. Ob es Unvermögen, Hochmut oder auch Kalkül waren die zu der totalen Ignoranz im Bezug auf die Stimmung in der Bevölkerung führten, spielt im Prinzip keine Rolle. Unbestritten hat Amerika genug von „Yes we can“ und Kriegsschauplätzen die nicht mehr zählbar sind.

Betrachtet man Trump einmal ganz sachlich, scheint er nicht der ungeschickteste zu sein. Ganz gewiss aber braucht er weder Schmiergelder, noch muss er sich mit irgendwelchen Lobbygruppen gut stellen. Der Mann ist im letzten Quartal seines Lebens und dazu noch steinreich. Das er nach dem Motto „Ist der Ruf erst ruiniert..“ lebt, bewies er mehr als einmal durch unverblümte Kommentare.

Wäre ich an Stelle der korrupten Machtelite, würde ich mich auch vor jemandem fürchten der so wenig echte Angriffsfläche bietet. Einzig sein Ego und sein Leben sind da noch echte Anhaltspunkte. So mancher Schmähkritiker wird da allerdings einen gewaltigen Salto-Mortale rückwärts machen müssen um die verbrannte Erde wieder zu düngen.

Seitens Clinton begann das buhlen schon, um vielleicht doch noch ein paar Pfründe für die großzügigen Gönner zu sichern. Da stehen noch spannende Zeiten ins Haus.

Probieren wir einmal den Kritikern zu folgen und herauszufinden was Clinton zur „besseren Wahl“ gemacht hätte. Ebenso wie der amtierende Präsident Barack Obama hat sie Rechtswissenschaften studiert und in ihrem Leben nie wirklich gearbeitet. Was also macht einen Rechtsverdreher zum besseren Präsidenten? Ist es das bessere Verständnis für Menschen- und Grundrechte? Auch wenn Obama einen Friedensnobelpreis geschenkt bekam, täuscht das nicht über seine Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Demokratie hinweg. Egal ob man hier die ausufernden Drohnenangriffe, oder die permanente Eskalation mit Russland nimmt, Versagen auf ganzer Linie.

Seine Ausbildung im Rechtswesen mag dabei geholfen haben, irgendwie genügend Deckweiss ins Schwarz zu mogeln um daraus irgendwie doch noch Grauzonen zu machen. Zu einem guten Präsidenten hat ihn das allerdings weiß Gott nicht gemacht. Ausweitung von Überwachung, globales Spitzeln, auch innerhalb der USA und so manch anderer Bruch der Verfassung seien hier nur am Rande erwähnt.

Wie sind denn seine Fähigkeiten um die Finanzen bestellt, gibt da ein Laywer ein gutes Bild ab? Das wäre dann ja zumindest ein Punkt der für eine Clinton als Präsidentin gesprochen hätte.

staatsverschuldung-usa

Nun während sich die Verschuldung mehr als verdoppelt hat, und das sind nur die offiziellen Zahlen ohne all die versteckten Verbindlichkeiten, konnte das BIP nur um etwa 34 Prozent zulegen. Im Gegensatz zu der tatsächlich völlig entarteten Verschuldung, ist der Anstieg des BIP jedoch nur Makulatur durch Unmengen an wertlosem Papier.
Die letzten Fragmente der ehemaligen Industrienation Amerika, zerbröselten unter Obama wie ein Sandkeks unter dem Hammer. Also auch hier darf man festhalten, kein Argument für die Rechtsverdreher.

Nun dann hat er vielleicht ein Verständnis für die Notwendigkeit einer funktionierend Infrastruktur? Das leider nur für die Sandpisten im Nahen Osten, die USA stehen vor dem totalen Kollaps. Aber Obamacare, damit hat er doch etwas bewirkt? Nun in den USA bezeichnen selbst die „seriösen Medien“ es als Desaster.

Es scheint als wären Rechtswissenschaftler keineswegs die besseren Politiker und ich habe mich hier nur auf einige exemplarische Beispiele beschränkt, man könnte mit dem Versagen ganze Enzyklopädien füllen. Prinzipiell fällt mir auf Anhieb nichts ein, was mir ein Wort des Lobes abringen könnte. Obama war dabei die Welt in den nächsten Weltkrieg zu stürzen und ich bin mir sicher, dass Hillary Clinton dort nahtlos angeknüpft hätte. Womit ich zu einem weiteren Punkt komme.

Angela Merkel liefert mal wieder eine unsägliche Realsatire. Bereits in den ersten Zeilen dreht sich einem der Magen um. Hier ein Zitat aus der Welt:

Ausdrücklich verwies die Kanzlerin auf die gemeinsame Wertebasis zwischen Deutschland und den USA und nannte „Demokratie, Freiheit, den Respekt vor dem Recht und der Würde des Menschen unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung oder politischer Einstellung“.[1]

Wo ist der Respekt wenn es um demokratische Werte geht bei Frau Merkel? Beispiele könnten auch hier Bände füllen wo sich die Frau einen Kehricht darum geschert hat. Ebenso um Freiheit oder politische Einstellung. Man denke nur an die AFD oder andere Parteien die nicht in das Weltbild der Kanzlerin passen? Wo bleibt ein klares Statement zur Türkei, wo sämtliche Grundrechte im Augenblick durch den Schredder gejagt werden? Nein das ist nicht nur Fadenscheinig, es ist in höchstem Maße verlogen.

Auch Kriegsministerin von der Leyen lässt sich nicht lumpen, sieht man doch schon seine Felle schwimmen. Mit Trump können die USA nun die extrem belasteten Beziehungen zu Russland resetten, Deutschland steht da im Augenblick sehr viel schlechter da. Als Steigbügelhalter der Obama-Politik, verursachte man massiven Kollateralschaden. Der ist nicht mal eben wegdiskutiert. Dazu von der Leyen:

„Die USA wollen ihre Rolle als Weltpolizist abgeben“

Von der Leyen fordert vom Republikaner Trump besonders bei zwei Konflikten eine eindeutige Position: bei der Annexion der Krim und bei der Bombardierung der syrischen Metropole Aleppo. „Trump muss klar zeigen, auf welcher Seite er steht“, erwartet die Verteidigungsministerin.[2]

Die Forderung Von der Leyens, ist eine direkte Aufforderung zur Konfrontation mit Russland. Das passt ja auch sehr gut ins Bild bei einer Kriegsministerin. Über 15 Jahre Krieg, Millionen von Toten für den Kampf gegen einen Geist. Da sollte man nicht zwingend anknüpfen. Die massiven Fortschritte Russlands im Kampf gegen den IS sind unbestritten. Warum also nicht, nachdem man selbst 15 Jahre versagt hat, zurückstecken und vielleicht sogar gemeinsam koordinieren? Was spricht dagegen? Abgesehen von Interessen der Militär-Lobby?

Wenn wir doch alle so sehr für demokratische Werte einstehen, warum akzeptieren wir dann nicht das Wahlergebnis in den USA? Warum gibt man einem erfolgreichen Geschäftsmann nicht die Möglichkeit sich selbst entweder zu beweisen oder aber zu entzaubern? Kann es die USA wirklich noch schlimmer treffen als bisher? Viele Grundrechte und Freiheiten gibt es nicht mehr zu beseitigen. Das letzte Fünkchen zur Eskalation in den dritten Weltkrieg wäre bei Clinton wahrscheinlicher als bei Trump, also auch hier kein Punkt für die Opposition.

Wenn es darum geht demokratische Grundwerte zu schützen, muss man jetzt akzeptieren das Trump der nächste Präsident ist. Da gibt es nichts zu lamentieren. Schlechter als seine Vorgänger kann er es – meiner Ansicht nach – nicht machen.

Die Arroganz und Ignoranz der politischen Nomenklatura der vergangenen Dekaden hat ohne Zweifel den Boden für jede Art von Populismus und auch Extremismus genährt. Ein Trump, eine Le Pen oder auch ein Wilders sind ganz sicher nicht das schlimmste Szenario was daraus erwachsen kann. Noch ist die Verzweiflung der Wähler nicht so groß wie zu Zeiten des Nationalsozialismus. Sehr viel fehlt aber vermutlich auch nicht mehr.

Eine weitere Möglichkeit ist natürlich eine lupenreine „Demokratie“ nach türkischem Vorbild. Man interniert, verhaftet oder eliminiert alle Oppositionellen, kritischen Medien und bastelt sich sein eigenes demokratisches Reich, in dem alle mit der Regierungspolitik einverstanden sind. Bisher wird das im Westen noch weitestgehend durch verbale Massenvernichtung versucht, da ist es nur ein kleiner Schritt bis hin zur echten „Demokratie“. Der Sarkasmus im letzten Absatz ist durchaus gewollt.

Carpe diem

[1] https://www.welt.de/politik/deutschland/article159367495/Merkel-ruft-Trump-zu-Achtung-demokratischer-Grundwerte-auf.html
[2] https://www.welt.de/vermischtes/article159422156/Trump-muss-zeigen-auf-welcher-Seite-er-steht.html


208 Responses to Die Trump-Katastrophe?

  1. Sureal sagt:

    Donald Trump ist US-Präsident.

    NuoViso Moderator Robert Stein ist durch das Land gefahren, um Stimmen über den Trumpsieg zu sammeln. In dieser Folge ist Robert Stein im Gespröch mit Buchautor Wolfgang Eggert.

    NuoViso.TV

    https://www.youtube.com/watch?v=Oquxsp-_Xd0

  2. Frank H. sagt:

    Donald J. Trump gibt Schaffung des Israel Advisory Committee bekannt

    14. Juli 2014

    Donald J. Trump hat die Bildung des Israel Advisory Committee bekanntgegeben, welches die US-Politik gegenüber dem Staat Israel analysieren, das unzerbrechliche Band zwischen den beiden Ländern fördern, Israels militärische Überlegenheit in der Region sichern und alternative Lösungen für den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern erforschen wird. Das Komitee wird Herrn Trump Empfehlungen geben.

    Die gemeinsamen Vorsitzenden des Israel Advisory Committee sind Hochwohlgeboren Jason Greenblatt, ein Vizepräsident und Rechtsbeamter der Trump Organization und Hochwohlgeboren David M. Friedman, Seniorpartner bei Kasowitz, Benson, Torres & Friedman LLP.

    http://n8waechter.info/2016/11/donald-trump-gruendet-israel-beratungskomitee/

    Hey Leute, freut euch schon mal in Europa auf ein bombastisches feuriges Jahr 2017!!

    Die Israellobby hat links wie rechts in den USA die Hosen an. Obama konnte ihr auch nicht paroli bieten.

    Was glaubt ihr wird nun passieren? Mehr Frieden oder weniger Frieden in Nahost unter Trump?

    Erdogan hat trotz Trump weitere Giftpfeile gegen Israel geschleudert, um sich als Sultan aller Muslime zu etablieren.
    Und Putin wird seinen Syriensieg noch teuer bezahlen.

    Trump als Friedensbengel 2.0? So wie das sich antut – leider ja. ASR wird sich über Trumps Wutausbrüche noch wundern.

  3. Frank H. sagt:

    Achtung das Datum in dre Übersetzung ist falsch!!!
    Im Original lautet das Datum und der Text
    – July 14, 2016 –
    DONALD J. TRUMP ANNOUNCES CREATION OF ISRAEL ADVISORY COMMITTEE

    Donald J. Trump announced the formation of the Israel Advisory Committee to analyze U.S. policy toward the State of Israel, enhance the unbreakable bond between the countries, ensure Israel’s military superiority within the region and research alternative solutions to the Israeli/Palestinian discord. The Committee will make recommendations to Mr. Trump.

    The co-chairmen of the Israel Advisory Committee are Jason Greenblatt, Esq., an Executive Vice President and Chief Legal Officer of The Trump Organization and David M. Friedman, Esq., a senior partner at Kasowitz, Benson, Torres & Friedman LLP.

    Mr. Trump stated, “The conflict between Israelis and Palestinians runs deep. Every president in modern history has tried and failed to resolve this conflict, while both sides continue to suffer. We mustn’t fear taking new, constructive and mutually beneficial steps to advance the cause of peace in the region, recognizing, at all times, the moral and strategic alliance, as well as the unbreakable bond, between the United States and Israel. That’s why I’ve asked Jason Greenblatt and David Friedman to lead my Israel Advisory Committee, to help me take a fresh look at the current conflict and what we can do to help reduce tensions. Events in the region directly affect our national security, and as President I’ll have no greater responsibility than protecting the American people from harm.”
    https://www.donaldjtrump.com/press-releases/donald-j.-trump-announces-creation-of-israel-advisory-committee

    Let the bloody games begin….

  4. Frank H. sagt:

    DIE WAHRHEIT ÜBER TRUMPS AGENDA (AN DER BÖRSE ERFÄHRT MAN ALLES VIEL SCHNELLER) KOMMT ANS LICHT:

    Freitag, 25.11.2016 – 14:10 Uhr
    Ohne Krieg kein Wachstum…

    Weil der militärische Komplex in unserem Wirtschafts- und Finanzsystem immenses Gewicht hat, darf er nicht ausfallen. Es klingt völlig pervers, doch genauso ist es…

    Manche träumen gerade davon, dass sich mit dem neuen US-Präsidenten einiges ändern wird. Ein Leser verstieg sich kürzlich gar zu der Prognose, Donald Trump werde die Kriege auf diesem Planeten beenden. Die massiven Kosteneinsparungen, die damit verbunden wären, würden Amerika wieder groß und international erfolgreich machen.

    Ein schöner Traum, der mit der Realität leider nicht das Geringste zu tun hat. Mit seinen ersten mutmaßlichen Personalentscheidungen lässt Donald Trump ja auch gerade durchblicken, dass er überhaupt nicht daran denkt, gravierende Veränderungen einzuleiten. Und schon gar kein Ende der Kriege.

    Warum die Vereinigten Staaten unter dem heute herrschenden und durch Washington selbst inszenierten Finanz- und Wirtschaftsterror geradezu „gezwungen“ sind, auf der ganzen Welt militärische Konflikte anzuzetteln und diese immer weiter zu befeuern, das sollen einige Zahlen verdeutlichen:
    m Jahr 2009 unterhielten die USA 716 Militärstützpunkte in 38 Ländern der Erde. In über 100 weiteren Staaten sind US-Soldaten militärisch präsent.

    Allein das Heer der US-Armee verfügte im Fiskaljahr 2010 über rund 560.000 aktive Soldaten. Bei Einbeziehung der beiden Reserveinstanzen errechnet sich eine Stärke von rund 1,1 Millionen Soldaten. Hinzu kommen über 250.000 zivile Mitarbeiter. Das heißt, der Broterwerb von rund zwei Millionen Menschen hängt an den Militärausgaben allein für das US-amerikanische Heer.

    Hinzu kommen 325.000 US-Marinesoldaten sowie 108.000 Reservisten (2014). Im United States Marine Corps stehen weitere 200.000 aktive Soldaten und knapp 40.000 Reservisten (2011) unter Waffen.

    Die US-Luftwaffe schließlich umfasst 346.000 Soldaten sowie 145.000 zivile Mitarbeiter.

    Das heißt, seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs haben die USA ein weltumspannendes Militärimperium von historisch einzigartiger Dimension errichtet.

    So etwas kostet natürlich, nämlich rund 600 Milliarden US-Dollar jedes Jahr: Global betrachtet verfügt das US-Militär damit über einen höheren Etat als die acht (!) nächstgrößten Militärapparate zusammen. Die folgende Grafik spricht für sich selbst:
    http://img.godmode-trader.de/charts/74/2016/11/Milit%C3%A4rausgaben%202015%20in%20Milliarden%20USD.png
    Warum auch unter Donald Trump überhaupt nicht daran zu denken ist, dass dieser gigantische Militärapparat eingedampft wird, macht eine Äußerung des designierten Präsidenten vom 21. März dieses Jahres deutlich. Die Eiszeit mit dem Iran, die Trump seinerzeit angekündigt hatte, flankiert von einer Kündigung des Atomabkommens mit dem Land, lässt erahnen, wohin die Reise in Nahost unter Trumps Präsidentschaft führen wird:

    Die Schwerpunkte der Konflikte werden sich lediglich verlagern.
    http://img.godmode-trader.de/charts/74/2016/11/Nahost%20Karte.jpg
    So ist es natürlich kein Zufall, dass in den vergangenen Jahren mit Saudi-Arabien ausgerechnet einer der wichtigsten Nachbarn und erklärter Feind des Iran hochgerüstet wurde. Von wem? Na raten Sie mal.

    Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Saudi-Arabien bezogen auf die Wirtschaftsleistung höhere Militäraufwendungen ausweist, als jedes andere Land der Welt. Die folgende Abbildung ist da ziemlich eindeutig und sie lässt erahnen, welches der nächste Konfliktherd sein wird: Eine Auseinandersetzung zwischen Iran und Saudi-Arabien könnte ganz im Sinne des Finanzkartells die nächste Eskalationsstufe im Nahen Osten einleiten. Die Saudis werden dann ganz schnell wieder Ersatzwaffen benötigen. Was für ein prächtiges Geschäft!
    http://img.godmode-trader.de/charts/74/2016/11/R%C3%BCstung%20in%20Prozent%20des%20BIP.png
    Nach dem Willen von Donald Trump soll außerdem der Kampf gegen den Islamischen Staat intensiviert werden. Nach einem Ende der Kriege hört sich das alles nun überhaupt nicht an.

    Natürlich nicht, denn schon aus ökonomischer Sicht kann es dieses Ende gar nicht geben, jedenfalls nicht, solange Goldman Sachs und Konsorten die eigentlichen Drahtzieher auf diesem Planten sind. Dazu nochmals einige Zahlen:

    Der Anteil der Waffenindustrie am BIP der Vereinigten Staaten liegt heute bei knapp vier Prozent. Das heißt, ohne die Militärausgaben würde die US-amerikanische Wirtschaftsleistung um rund vier Prozent einbrechen. Und zwar dauerhaft. Vier Prozent klingt vielleicht harmlos, ist es aber nicht. Mit welchen Dimensionen wir es hier zu tun haben, das zeigt ein Blick in die Geschichtsbücher:

    In Deutschland war die Rezession 2009 mit einem Einbruch um 5,0 Prozent die schwerste der Nachkriegszeit. Der bis dahin schwerste Konjunkturrückgang wurde während der Ölkrise im Jahr 1975 registriert. Damals war ein Minus von lediglich 0,9 Prozent (!) verzeichnet worden. Im ebenfalls schwachen Krisenjahr 2008 war die deutsche Wirtschaft um 1,3 Prozent gewachsen.

    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/rezessionsjahr-der-ganz-grosse-absturz-1.63535 

    Mit anderen Worten: Ein Konjunktureinbruch in den USA von rund vier Prozent, und das nicht nur einmalig, sondern dauerhaft, wäre für die globale Wirtschaft vor dem Hintergrund der aktuellen Verschuldungslage eine gigantische Katastrophe, die das gesamte schuldenfinanzierte Kartenhaus sofort zum Einsturz bringen würde.

    Ein Offenbarungseid wäre „plötzlicher Frieden“ auch für den US-amerikanischen Arbeitsmarkt: Rechnet man die zivilen Beschäftigten hinzu, dann hängt in den USA der Lebensunterhalt von rund 3,3 Millionen Menschen von den Ausgaben für das Militär ab.

    Im Oktober 2016 waren in den USA saisonbereinigt rund 7,9 Millionen Menschen arbeitslos. Das heißt, würde man morgen die US-Streitkräfte auflösen, weil plötzlich keine Kriege mehr geführt werden, würde die Zahl der Arbeitslosen in den USA auf einen Schlag um 42 Prozent ansteigen.

    Und was ist mit Deutschland? Hier erzeugt die Bundesregierung so genanntes „Wirtschaftswachstum“ durch Waffenexporte in Milliardenhöhe, Auslandseinsätze der Bundeswehr in allen möglichen Krisenregionen, sowie durch die Koordination von Drohneneinsätzen vom US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein aus – und verstößt damit permanent gegen Artikel 26 Grundgesetz. Sonst noch Fragen?

    Natürlich sind das alles hypothetische Zahlen, die aber zeigen, wie „wichtig“ Militär- und Kriegsausgaben in unserem vollkommen geisteskranken Wirtschafts- und Finanzsystem sind:

    Fallen sie weg, würde das sofort eine schwere Depression auslösen.

    Andauerndes Wachstum ist das Lebenselixier unseres Finanzsystems und weil der militärische Komplex in diesem System ein derart hohes Gewicht hat, darf er nicht ausfallen. Es klingt völlig pervers, aber genauso ist es. Man möchte sich gar nicht vorstellen, was unsere Enkel dazu einmal sagen werden, denn unübersehbar läuft die Zeit dieses Irrsinns allmählich ab.

    Wenn Sie nun meinen, dass wir doch total verrückt sein müssen, so etwas zuzulassen, dann haben Sie natürlich vollkommen Recht.

    Die Formel des Wahnsinns ist denkbar einfach. Sie lautet:

    Zinsgeldmonopol = Schuldenwachstum = Wachstumszwang = Kriegszwang.

    So sieht unsere Welt heute aus.

    Die Schlussfolgerung liegt auf der Hand – und ist gleichzeitig so weit entfernt: Sollte die träge Masse diese Zusammenhänge irgendwann begreifen und auf die Straße gehen, um ein Ende des Zinsgeldmonopols der Banken einzufordern, besteht die realistische Chance auf ein Ende der Kriege, der Zinsknechtschaft, wie auch der Flüchtlingsströme.

    Sonst nicht.

    Denken Sie darüber nach…

  5. Frank H. sagt:

    Trump poltert erneut gegen Clinton auf Wahlbetrug und liefert leider keine Beweise:
    http://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/trump-spricht-von-millionenfachem-wahlbetrug/ar-AAkQeD4?OCID=ansmsnnews11

    Warum so laut Donald, wenn doch alles sauber ist? Ist die Wahl sauber gelaufen?

  6. Frank H. sagt:

    Terminankündigung:

    Podiumsdiskussion Frankfurt (Main) über die Auswirkungen des Wahlergebnisses in USA und ein Präsident Donald Trump für Deutschland.
    https://terminegegenmerkel.wordpress.com/2016/11/28/vormerken-mittwoch-30-november/

    Empfehle ich ganz besonders H.W.A.!

  7. Frank H. sagt:

    Jawoll! Trump wird noch brutaler Kriege führen, als Obama es je hat!

    „Donald Trump holt sich K.T. McFarland in sein Team für nationale Sicherheit; eine Vertraute der grauen Eminenz Henry Kissinger und ein Mitglied des einflussreichen Council on Foreign Relations (CFR).

    Trumps Administration ist bereits jetzt angefüllt mit kriegsbegeisterten Neocons, gegen die Trump sich noch im Wahlkampf ausgesprochen hatte. Trump pochte zuvor insbesondere darauf, dass er von Anfang an gegen den Irak-Krieg gewesen sei. Nun forcieren Trumps wichtigte Minister und Berater einen harten Konfrontationskurs gegen den Iran.

    Forbes Magazine berichtet, dass Trumps Ideen zur Verteidigung auf den Vorstellungen des National Defense Panels und der Heritage Foundation beruhen. In den folgenden zehn Jahren sollen so insgesamt hunderte Milliarden Dollar mehr für Rüstung ausgegeben werden.“
    http://recentr.com/2016/11/28/trump-holt-sich-kissinger-vertraute-vom-cfr-ins-kabinett/

    Und die britische City of London sitzt mit einem seiner engsten Vertrauten Wilbur Ross auch schon am Kabinettstisch

    „Zuletzt kam ein weiterer Milliardär als mögliches Kabinettsmitglied ins Gespräch. Der 78-jährige Investor Wilbur Ross solle Handelsminister werden, sagte ein Mitglied von Trumps Übergangsteam, das nicht genannt werden wollte. Er muss vom Senat bestätigt werden. Zuvor hatte Trump die Milliardärin Betsy DeVos als Bildungsministerin nominiert.

    Ross verfügt nach Angaben des Wirtschaftsmagazins „Forbes“ über ein Vermögen von knapp drei Milliarden Dollar (2,85 Milliarden Euro). Er arbeitete 24 Jahre lang als Banker für Rothschild und spezialisierte sich auf den preiswerten Aufkauf und die Neustrukturierung bankrotter Unternehmen. Dabei kürzte er auch die Leistungen für Arbeitnehmer. Seit 2000 investierte seine Firma in mehr als 178 Unternehmen.“

    https://www.welt.de/politik/ausland/article159767543/Alle-Kandidaten-aller-Posten-der-Trump-Regierung.html

    Es lebe die Verschwörung der Verschwörer, es lebe die N.W.O.!
    Sie werden eher die Erde abfackeln, als auch nur einen ergaunerten Jota wieder herzugeben.

    Denkt mal an die Rothschildbotschaft aus dem Titelbild des Economist 2017!
    DER FALSCHE KÖNIG, der große Täuscher der Massen, der den Erdenvölkern angekündigt wurde, sitzt dann auf dem Thron. Obama war nur sein letzter Prophet und nun kommen die ganz harten Bandagen raus.

    Das Kabinett der Grauens nenne ich das mal mittlerweile.

    Russen und Chinesen werden sich bald böse wundern. Und Indien hat über Nacht das Bargeld abgeschafft! Ab sofort alles digital und nur gegen ID!!!

    „Über Nacht hat der indischen Premierminister große Geldscheine für ungültig erklärt. Das war aber nur eine Maßnahme. Tatsächlich arbeitet Indien schon seit längerem auf den gläsernen Bürger in der bargeldlosen Gesellschaft hin.

    Indien vollendet gerade die völlige Transparenz seiner Bürger. Die vom indischen Premierminister Modi in der Nacht der US-Präsidentschaftswahl am 8. November verkündete Wertlosigkeit aller Geldscheine über 1,40 Euro Gegenwert ist dabei die vorläufig letzte Maßnahme, aber nur die Spitze des Eisbergs. Modi sagte laut Reuters vergangenen Sonntag, dass sich das Land allmählich von einer weniger auf Bargeld basierenden Gesellschaft zu einer „cashless society“, also einer bargeldlosen Gesellschaft bewegen könne. Unbemerkt von der Weltöffentlichkeit greift jetzt die totale Überwachung der Inder. Kommt die Modi-Regierung mit den Maßnahmen durch, droht Indien zur Blaupause für den Rest der Welt zu werden.“

    http://www.focus.de/finanzen/experten/thorsten_schulte/indien-krieg-gegen-das-bargeld-warum-uns-die-lage-in-indien-angst-machen-sollte_id_6270981.html

    Satan rules….

  8. Frank H. sagt:

    Trump als verlängerter Arm von Goldman Sachs?
    Der angebliche Außenseiter und Wall-Street-Kritiker zeigt allmählich seine Verflochtenheit in Kapital und Macht, allerdings auf spezifische Weise

    Hillary Clinton galt ganz zu Recht als Politikerin, die eng mit Großkonzernen und der Wall Street verbunden war und ist (Die Präsidentschaftskandidatin der Wall Street). Davon hat Donald Trump profitiert, der sich als amerikanischer Oligarch seltsamerweise als Außenseiter verkaufen konnte. Das konnte er vornehmlich durch sein provozierendes Verhalten und seine anstößigen Äußerungen, was offenbar vielen Menschen auch aus den unteren Schichten gefiel. Aber auch parallel etwa zu Poroschenko in der Ukraine, weil unterstellt wird, dass Reichtum nicht mehr zur Korruption verlocke und eine Garantie dafür sei, wirtschaftlich erfolgreich zu sein.
    […]
    Clinton oder Trump, Wall Street hat das Sagen?

    Trotz alledem lässt sich noch nicht viel ausmachen, wie seine Mannschaft aufgestellt sein wird. Jetzt macht aber die Nachricht die Runde, dass Trump sich mit Gary Cohn, dem Präsidenten von Goldman Sachs am Dienstag getroffen hat. Offenbar sollten die Gespräche mit ihm um einen möglichen Job für den Banker gehen, der dann die Wall Street mitten in Trumps Team bringen würde. Interessant ist, dass EZB-Präsident Draghi von Goldman Sachs kommt, während Ex-Kommissionspräsident Barroso zu der Bank gewechselt ist.

    Natürlich regt das Gerüchte an, noch ist überhaupt nichts klar, aber spekuliert wird, dass der Mann von Goldman Sachs möglicherweise Finanzminister oder auch Leiter der Federal Reserve werden könnte. Sollte er überhaupt einen Job und noch dazu einen hohen erhalten, würde das Image von Trump einen weiteren Riss erhalten. Offenbar ist Cohn ein Bekannter von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, der eine zentrale Figur in Trumps Mannschaft werden dürfte. Cohn ist nicht nur einer der mächtigsten Banker, sondern eigentlich auch ein Demokrat, der den Wahlkampf von Obama und Clinton mit Spenden unterstützt hat, aber sicherheitshalber auch die Republikaner. Man weiß ja nie.

    Allerdings gibt es Konkurrenz, aber auch nur zu Vertretern von Goldman Sachs. Stephen Bannon kommt von Goldman Sachs, Steven Mnuchin, der im Wahlkampfteam für die Finanzen zuständig war und auch Aussichten auf den Posten des Finanzministers haben, war ebenso bei Goldman Sachs wie Anthony Scaramucci, der im Übergangsteam von Trump ist. Schon bei Barack Obama wurde gemutmaßt, dass sein Kabinett eine Folge des Ratschlags der Wall Street war, nicht von Goldman Sachs, aber möglicherweise der Citigroup (Wikileaks-Enthüllung räumt letzte Zweifel aus). Der kleine Mann zieht womöglich immer den Kürzeren, auch wenn er den Außenseiter wählt.
    http://www.heise.de/tp/features/Trump-als-verlaengerter-Arm-von-Goldman-Sachs-3514554.html

Schreibe einen Kommentar

Kursanbieter: L&S RT, FXCM