Dr. Doom betet um Schutz vor US-Wirtschaftsgurus

Heute gibt es in der Welt eine erfrischende Ehrlichkeit zu lesen:

Nichts gelernt haben führende US-ßkonomen aus der Wirtschaftskrise, meint Fondsmanager Marc Faber ß? besser bekannt als Dr. Doom. Einflussreiche US-Wirtschaftsexperten wollen Sparer allen Ernstes mit negativen Zinsen enteignen und ein anderer fordert eine neue Finanzblase. Gegen diesen Irrsinn hilft nur noch beten.[1]

Also wenn beten dagegen wirklich hilft, dann werde ich das jetzt von morgens bis abends machen, dafür opfere ich sogar meinen nicht existenten Feierabend.

Ein fehlgeleiteter Harvard-Volkswirt argumentierte kürzlich, man könne am besten die Wirtschaft stimulieren, indem man Spareinlagen mit negativen Zinsen bestraft. Dieser Vorschlag beruht auf den sozialistisch angehauchten Lehren eines Silvio Gesell, der Anfang des 20. Jahrhunderts höchst umstrittenen Kultstatus erreicht hatte. Die Idee dahinter: Falls die Wirtschaft sich abschwächt weil der private Verbrauch schrumpft, müsse man die Haushalte zum Verbrauch ß?zwingenß?, indem man andernfalls einen Teil ihrer Bankeinlagen enteignet.
Angenommen Sie hätten anfangs des Jahres eine Bankeinlage von 1000 Euro, dann würde man Ihnen aufgrund der negativen Verzinsung nach einem Jahr nur 940 Euro zurückzahlen.[1]

Genau das ist was sowieso die ganze Zeit passiert, durch Geldmengenexpansion werden wir inflationiert.

Schon vor 100 Jahren wollte der Bäcker für 10 Brötchen eine Wurst, auch heute noch ist das so. Was also hat sich verändert? Was ist Inflation? Was genau bedeutet sie?
Das Expansive Tauschmittel, welches Regierungen nach belieben vermehren sorgt für Inflation und nicht die Händler.
Auch heute möchte der Bäcker nur eine Wurst für seine 10 Brötchen, doch wurde das Tauschmittel vermehrt.

Die US-ßkonomen sehen zwar ein, dass solche Eingriffe in das Privateigentum praktisch nicht durchführbar sind. Aber sie hoffen, mit einer expansiven Geldpolitik eine Inflationsrate von mindestens sechs Prozent zu generieren, um damit verfassungskonform den gleichen Effekt zu erzielen: Nämlich den Sparer durch eine schleichende Geldentwertung klammheimlich zu ß?enteignenß?.[1]

Welch erfrischende Ehrlichkeit, „Enteignung“ wird tatsächlich einmal bei seinem Namen genannt.

Aber mal ganz abgesehen davon, dass all jene zum bitteren Scheitern verurteilt sind, die mit ß?Enteignungenß? die Wirtschaft zu beleben versuchen, muss man auch mal die Moral dieser ßkonomen hinterfragen. Der einzelne Sparer hat ja bereits auf sein sauer verdientes Einkommen Steuern bezahlt. Weshalb sollte er dar?über hinaus auch noch enteignet werden?[1]

ßber diese Ehrlichkeit bin ich beinahe sprachlos!

Ein anderer ßkonom ß? zu meiner Verwunderung ein Nobelpreisträger ß? hatte einen ähnlich absurden Vorschlag. In einem Interview verstieg er sich zu der These: ß?Eine neue Finanzblase könnte uns jetzt erheblich helfen, auch wenn wir den Preis dafür später bezahlen müssten. Jetzt ist wirklich eine gute Zeit für eine Finanzblase.ß?[1]

Genau! Nach mir die Sintflut.

Weshalb eigentlich haben wir zurzeit eine der schlimmsten Wirtschaftskrisen der letzten Jahrzehnte? Eben weil fahrlässige Finanzjongleure eine Spekulationsblase nach der anderen durch künstlich flach gehaltene Zinssätze verursacht hatten. Nachdem an der Technologiebörse Nasdaq im Jahr 2000 die Anlageblase spektakulär geplatzt war, fanden die US-ßkonomen nichts dabei, eine Anlageblase im Immobiliensektor zu schaffen und auch noch aktiv zu fördern.

Ach was! Es liegt nur daran, dass wir nicht bereit sind auch noch unser letztes Erspartes in die Rachen der Elite zu feuern. Ich finde das wirklich unfair, diese Leute haben Ihr Leben der Enteignung der Völker gewidmet und wir halten uns an den Talern fest als wäre es das Letzte was wir verteidigen müssen!

Trennt euch von der Geldillusion und beginnt wieder zu tauschen, Steuerfrei, Schuldlos und Zinsfrei!

Mein Dank geht an Marc Faber, für diese erfrischenden und ehrlichen Worte!!!!

[1] http://www.welt.de/finanzen/article4187260/Dr-Doom-betet-um-Schutz-vor-US-Wirtschaftsgurus.html


Carpe diem


4 Responses to Dr. Doom betet um Schutz vor US-Wirtschaftsgurus

  1. Joel sagt:

    Du solltest dir einmal das Wunder von Wörgel und die Freigeld-Theorie etwas genauer anschauen. Das Wunder von Wörgel beweist nämlich, dass durch diesen Negativzins die Wirtschaftskrise tatsächlich erheblich gemildert wenn nicht sogar überwunden werden könnte. Der Zinseszins und die daraus resultierte exponentielle Verschuldung ist unser eigentliches Problem! Durch den Negativzins wird die exponentielle Komponente des Geldsystems aber ausgeschaltet, weshalb man den Negativzins nicht mit Inflation vergleichen darf. Lesestoff: http://www.neuesgeld.com/getfile.php?id=271

  2. Cheffe sagt:

    Hi Joel, mir sind diese ganzen Theorien bekannt.
    Es hilft allerdings nichts, wenn irgendwo Lösungsansätze niedergeschrieben sind, die auf unser Aktuelles System nicht anwendbar sind solange niemand versucht dieses System zu ändern.
    Trotzdem danke für den Hinweis.

  3. Wir müssen das Geld überwinden, denn das ist an allem schuld
    Ivo Sasek, Gründer der AZK

    LG HDF

  4. Cheffe sagt:

    Poste ich für Tristan Abromeit!

    >>> „Infokrieger“ soll doch wohl heißen, Kampf gegen die Halbwahrheiten,
    unbewiesenen Unterstellungen und die Lügen oder? Also nehmt die richtige
    Frontstellung ein.
    Gesell begann als Kaufmann die Mängel der Marktwirtschaft zu erforschen.
    Woher rühren die Deflation und Inflation? Wie kommen wir zu einem
    stabilen Preisnieveau? Dann: Woher kommen die Konjunkturschwankungen
    und wie können wir sie überwinden. Weiter: Wenn die Marktwirtschaft ein
    dezentral gesteuerter Leistungsaustausch ist. Wie so gibt es so große
    Verzerrungen beim Einkommen und eine so starke Konzentration beim Vermögen?
    Er hat da herausgearbeitet, was denn die Marktwirtschaft ausmacht und
    warum diese Ordnung vom Kapitalismus überlagert werden kann. Als
    Voraussetzung dieser ßberlagerung hat er strukturelle und institutionelle
    Privilegien benannt.
    Gesell hat dann weiter beschrieben, unter welchen Voraussetzungen eine
    Vollbeschäftigung aufrecht erhalten werden kann, auch dann, wenn der
    Markt den Zins unter Null drückt. (Der Markt, nicht ein Wirtschaftsminister
    oder eine Zentralbank!)
    Gesell hat bei seiner Analyse die Bodenhaftung nicht verloren und er ist auch
    nicht in zentralverwaltungswirtschaftliche Gedanken geflohen. Also Infokrieger,
    macht Euch auf, das Licht der Erkenntnis in den Keller der difusen und
    verwirrenden Meinungsmacher zu bringen. < << Es grüßt Tristan Abromeit http://www.tristan-abromeit.de

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