Bund: Erneut Anleihen zum Nulltarif

Daumen runter

Die Überschrift ist eigentlich irreführend, da die Anleihen sogar eine negative Rendite ausweisen und die Inflationsrate nicht berücksichtigt ist. Bei der Auktion der Bundesschatzanweisungen mit sechs Monaten Laufzeit, wurden 3,5 Milliarden Euro erzielt. Die Nachfrage übertraf die Zuteilungen um mehr als 50% und mit der jetzigen Auktion wurde bereits das 9. Mal in Folge negative Renditen akzeptiert um  in den Besitz der Schatzanweisungen zu gelangen. Wie Reuters meldet erzielte die FMS Wertmanagement, einen Zinssatz von minus 0,0116 Prozent.


Natürlich könnte man als deutscher Bürger zunächst erfreut sein über diese Tatsache, das wäre logisch allerdings zu kurz gesprungen. Was veranlasst Investoren dazu, Geld zu verleihen und dafür auch noch eine Gebühr zu zahlen? Alleine die Inflationsrate (offiziell) frißt in dem Zeitraum über ein Prozent des Kapitals auf. Sieht man sich an, mit welch hohen Garantien die Bundesrepublik in der Eurorettung aktiv ist, kann dieses Vertrauen der Anleger nur eines bedeuten: Man ist sich sicher, dass der Staat die Sparstrümpfe der Bürger umkrempelt, wenn es ans Kasse machen geht.

Der momentane Fiskal-Spagat droht in alle Richtungen zu einer Blutgrätsche zu werden. Durch die „Nullzinspolitik“ wurde zwar etwas Schwung aus der Exponentialkurve genommen, allerdings kommen langsam wie auf IKN prognostiziert die Altersvorsorgen und Lebensversicherungen unter die Räder. Alleine in Deutschland soll es noch mehr Verträge als Bundesbürger geben, am Ende ein enormes Problem.

Wie man es dreht und wendet, die Probleme werden nur verschoben und nicht gelöst.

Carpe diem


6 Responses to Bund: Erneut Anleihen zum Nulltarif

  1. Jens Blecker sagt:

    Zum Thema.

    Bis vor kurzem war sie noch der Deutschen liebstes privates Altersvorsorgeprodukt: die Lebensversicherung. Fast 94 Millionen solcher Policen gibt es in Deutschland – mehr als Bürger. Im Jahr 2011 überwiesen die Deutschen ihren Assekuranzen dafür Beiträge von über 83 Milliarden Euro.

    Assekuranz in der Niedrigzinsfalle: Soll ich jetzt meine Lebensversicherung kündigen? – weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/finanzen/altersvorsorge/tid-28061/assekuranz-in-der-niedrigzinsfalle-soll-ich-jetzt-meine-lebensversicherung-kuendigen_aid_857337.html

  2. Jens Blecker sagt:

    IKN zum Thema Lebensversicherungen:

    Paragraf 89 VAG : Gefahr für Kapital-Lebensversicherungen ? http://www.iknews.de/pragraf-89-vag-gefahr-fuer-kapital-lebensversicherungen/

    Gefahr bei Lebensversicherungen
    http://www.iknews.de/gefahr-bei-lebensversicherungen/

    Diese beiden nur exemplarisch.

  3. SanJa sagt:

    Hallo Jens,

    der LInk unter „Gefahr bei Lebensversicherung“:

    Wer den Radiotalk mit Prof. Otte verfolgt hat, hat auch zu diesem Thema eine klare Warnung vernehmen können. Der Podcast ist hier abrufbar.

    funktioniert nicht. Ist des im Nirvane verschwunden oder kannst du einen alternativ link anbieten?

    Gruß

  4. Jens Blecker sagt:

    du musst bei toten Links eben die Datumscodierung rausnehmen Sprich den Link um /wordpress/Datum/Datum/Artikelname verkürzen auf iknews.de/artikelname so als generellen Hinweis, wir arbeiten an einer Lösung 😀

  5. SanJa sagt:

    Okay 😀

    Danke.

  6. Tranfunzel sagt:

    Was soll ma dazu sagen ?? Die Zinsen (Schulden) der einen sind die Renditen (Gewinne) der anderen.
    Muss ich, der ich meine paar Kröten nicht in einer Lebensversicherung oder Staatsanleihe „versenkt“ habe jetzt Mitleid haben?
    Es steht doch jedem selber frei sein „Geld“ zu vernichten.
    Das auf diesem Wege die „Staatsfinanzierung“ „billiger“ wird, kommt mir persönlich in diesem Fall „zu gute“.
    Wie ist es denn „normal“ ?? Die Kosten für die Staatsverschuldung werden über die Steuern wieder reingeholt. Das heißt, alle auch die, die gar keine Staatsanleihen besitzen bezahlen indirekt diejenigen die welche besitzen. Wo bleibt da die Solidarität?
    Was natürlich gar nicht funktionieren kann, denn dann müßten die Menschen immer mehr verdienen, bzw. die Steuern immer höher werden.
    Hmm ein paar Goldbarren im Tresor sind doch ein schönes Ruhekissen, wenn man früh genug vorgesorgt hat.

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