Expertenstreit: Sie wollen den Goldpreis Ende des Jahres wissen?

Eine dunkel gekleidete Frau blickt in eine Glaskugel

Die Zeiten für Anleger sind hart und so ist jede Äußerung eines selbsternannten Experten natürlich wie Wasser auf die Mühlen. Wenn Sie wissen wollen, wo der Goldpreis am Ende diesen Jahres liegt, müssen Sie sich entscheiden, welches Medium Sie lesen. Die Bandbreite der Ergüsse ist breit und reicht von „The Sky is the Limit“ bis hin zum Crash binnen Jahresfrist. In einem Punkt kann ich Sie beruhigen: Wissen tut es keiner von denen genau. Kaum ein Markt ist derart schwierig einzuschätzen und wird stärker manipuliert.


Da ich selbst auch ein Freund von Edelmetallen bin, lese ich natürlich immer die neuesten Kommentare in dem Bereich. Erstaunlich ist, wie sehr dort im Nebel gestochert wird und mancher gefeiert wird, weil er mal einen Zufallstreffer gelandet hat. Eines sei an dieser Stelle festgehalten: Bei der Masse an Prognosen muss es zwangsläufig auch Leute geben, welche am Ende Recht behalten.

Heute Morgen streiten sich die Welt und die Wirtschaftswoche darum, wer wohl den besseren Alchemisten im Programm hat. Das Gute ist, am Ende des Jahres schweigen die Experten einfach, wenn sie daneben lagen, bei der Masse an Prognosen und Informationen fragt da so schnell eh keiner nach. Am besten bedient sind Sie, wenn Sie auf Ihr eigenes Gefühl hören, so brauchen Sie sich am Ende über niemanden ärgern, außer vielleicht sich selbst.

Glaubt man der Welt, sollte man sein Edelmetall bald verkaufen, die Zeichen stehen auf Einbruch. Der Höhenflug des Goldes nimmt bald sein jähes Ende, schließlich würden die USA in Kürze die Trendwende einläuten und die Wirtschaft wie ein Phönix aus der Asche – aus dem Tal der Tränen entweichen. Worauf man diese Prognose stützt, das bleibt natürlich das Geheimnis der Autoren. In der Welt steht:

Starinvestor sagt Einbruch des Goldpreises voraus
Aktuelle Umfragen zeigen ein steigendes Interesse der deutschen Sparer an Investments in Gold. Doch Experten zufolge springen sie zu spät auf den Zug auf. Die Ernüchterung könnte schon bald folgen.
[…]
Der jahrelange Bullenmarkt bei Gold ist vorbei, sagt Rene Hochreiter, Vorstandsvorsitzender von Allan Hochreiter in Johannesburg, einem Finanzdienstleister der Minenindustrie. Hochreiter ist nicht irgendwer, sondern der weltweit treffsicherste Prognostiker. Bei der alljährlichen Umfrage der London Bullion Market Association für 2012 war er der Beste von allen. Behält Hochreiter recht, wird das anziehende US-Wirtschaftswachstum der Gold-Rallye dieses Jahr den Garaus machen.[1]

Zunächst möchte ich weitere Aussagen von Rene Hochreiter unterstreichen. Er setzt eher auf Platinmetalle und Silber, da bin ich auch von überzeugt, dass diese outperformen werden. Das aktuelle Gold-Silber-Ratio, also das Verhältnis von Gold zu Silber, liegt deutlich über 50. Historisch gesehen liegt es bei 15-17. Das Gold-Silber-Ratio liegt im Verhältnis der natürlichen Rohstoffvorkommen bei 1:10.

Was das US-Wirtschaftswachstum angeht, habe ich noch nicht begriffen, auf welche Wirtschaftszweige er dort tippt. Als Verfolger der Innovationsmärkte ist mir auf Anhieb niemand bekannt, der eine derartige Basisinnovation hervorbringen könnte, um das notwendige Potential für eine Nachhaltige Erholung zu sorgen. Welche Kriege in Kürze eskalieren, ist auch eher noch spekulativ. Steve Jobs ist tot und die USA werden im Welthandel mehr und mehr isoliert.

Sehen wir uns nun an, was die Wirtschaftswoche für die Gold-Bullen zu bieten hat:

Edelmetall-Prognosen: „Gold steigt auf 2.050 Dollar“
Der Gold-Boom ist noch nicht vorbei. Ein Investment lohnt sich, glauben Analysten. Noch mehr können Anleger jedoch mit anderen Metallen verdienen. Womit Investoren rechnen müssen.
[…]
Anleger griffen aus Angst vor einer höheren Inflation bei Gold gerne zu. Die Rally bei Gold ist beachtlich. In den vergangenen drei Jahren verdoppelte das Edelmetall seinen Wert. Anleger fragen sich allerdings: Ist der Zeitpunkt zum Verkaufen bald gekommen? Oder lohnt auch in diesem Jahr der Einstieg?

Die Experten sind sich einig: Gold bleibt auch in 2013 für Anleger attraktiv. „Gold bleibt 2013 noch im Aufwärtsmodus“, schreibt etwa die DZ-Bank. Das Institut verweist auf Investoren, die das Edelmetall als Alternative zu Währungen und Inflationsschutz sehen. „Gold wird unseres Erachtens in zwölf Monaten bei 2.050 US-Dollar je Unze stehen.“[2]

Das darf nun den geneigten Anleger verwirren. Die Experten, tja, das ist schon so eine Klasse für sich. Nun könnte man schauen, wer hat öfter Recht gehabt, oder wer hat sich öfter geirrt und dann sein Geld in die entsprechende Richtung positionieren. Wer in der momentanen Situation so handelt, kann allerdings auch sein Glück im Casino versuchen, dass man sich dort dann als Farben-Experte für Rot und Schwarz mehr irrt, ist unwahrscheinlich, denn die Chance dort steht auch fast bei Fifty-Fifty. Im schlechtesten Fall ist es wie im wahren Leben – die Bank gewinnt!

Das Finanzsystem hat sich zu einem Irrenhaus mit einer riesen Party an Gemütsaufhellern entwickelt. Die Geschwindigkeit und Dynamik ist nicht mehr kontrollierbar und die Wahnsinnstaten markieren immer neue Höhepunkte. Würde der Goldpreis dem Irrsinn Rechnung tragen, er hätte schon lange die 10.000 Dollar Marke durchbrochen, hingegen stellt sich ein kleines Kartell an rotzfrechen Marktmanipulatoren. Wie groß deren Einfluss ist, haben diese nicht erst einmal bewiesen.

Wie eine Gebetsmühle weise ich auch immer wieder auf die Gefahren aus China hin, die von vielen so genannten „Experten“ – aus welchem Grund auch immer – völlig ignoriert werden. Bei derart vielen Variablen ist eine treffsichere Prognose nicht machbar und schon gar nicht haltbar. Bereits eine kleine Feinjustierung wie die Steuererhöhung in Indien, eine Anhebung oder Senkung der Margin, oder halt auch ein weiterer Geldregen können die Karten völlig neu mischen. Wer sich hier also auf der Suche nach der sicheren Marie macht, ist schlecht beraten.

Eines hingegen ist sicher: Gold ist und bleibt ein seltenes und begehrtes Material. Der innere und materielle Wert wird sich auf Sicht als stabil und damit als Lebensversicherung und Kapitalsicherung erweisen. Wer sich entsprechend positioniert, absichert und diversifiziert, wird viel weniger verlieren als jene, die entweder auf Experten gehört haben oder alles auf die falsche Karte setzten.

Carpe diem

[1] http://www.welt.de/finanzen/article112497794/Starinvestor-sagt-Einbruch-des-Goldpreises-voraus.html
[2] http://www.wiwo.de/finanzen/boerse/edelmetall-prognosen-gold-steigt-auf-2-050-dollar/7596620.html

Der Artikel stellt keine Vermögensberatung dar, noch soll er diese ersetzen.


21 Responses to Expertenstreit: Sie wollen den Goldpreis Ende des Jahres wissen?

  1. das thema ist eigentlich einfach:

    wir befinden uns in einer gold-blase aufgrund der expansiven geldpolitik bzw. aufgrund einer dauerkrise. Das kann man sehen wie man will – es gibt also einen triftigen grund für gold: „ANGST“ Aktienmärkte haben wenig bzw. so gut wie keinen Einfluss auf das Edelmetall (siehe 2008)

    Blasen platzen dann wenn keine neuen käufer das zeug abkaufen bzw. wenn der grund für das investment entfällt.

    Jetzt muss man sich nur noch fragen:
    haben wir expansive geldpolitik? JA
    haben wir noch eine dauerkrise? JA
    haben wir Rezessionsängste? JA

    Damit ist alles erklärt.
    Übrigens für goldanleger spielt es keine rolle ob- der goldpreis steigt oder fällt, oder wo er sich im nächsten jahr befindet. Wenn ich z.B. eine Versicherung abschliesse juckt es doch auch nicht was die im nächsten jahr wert ist.

  2. Nver2Much sagt:

    Auch der Sache kann man auf den Grund gehen. Für eine Unze Gold hast Du schon immer einen maßgeschneiderten Anzug kaufen können. Wer Gold zum Spekulieren kauft ist ein Zocker und muss damit rechnen das es ein Verlustgeschäft wird.
    Du kaufst Dir doch auch kein Haus und schaust jedes Jahr ob Du Gewinn oder Verlust gemacht hast. Und wenn Du Gewinn hast verkaufst Du dann das Haus wieder?

    Wer kein Geld übrig hat um Gold zu kaufen sollte dies auch nicht tun.

    Viel einfacher ist da Silber.

    Wenn Du nehmen wir mal an die letzten 20 Jahre jeden Monat eine Silberunze gekauft hättest. Zum durchschnittlichen Einkaufspreis von 10 €. Dann wären es 2400 € die Du bezahlt hast. Die 240 Unzen kannst Du im Moment für locker 6000 € verkaufen. Wenn Du das nun mit Deiner Lebensversicherung vergleichst, dann wirst Du vielleicht feststellen das Du eine viel höhere Garantie der Auszahlung hast. Das wars dann aber schon. Das Silber hast Du physisch, die Garantie steht nur auf dem Papier.

  3. dogbert sagt:

    Der WO-Artikel verwundert besonders bzgl. der tendenziösen Ausdrucksweise. So würde Gold „auf 1.600 $ abstürzen“ – das sind gerade mal 3%! Zum Vergleich: der DAX fiel 2008 von 8.000 auf 4.000 Punkte, hat sich also sauber halbiert.

    Interessant ist auch (mal wieder) der Kommentar von Smart Investor zum Thema.

    Wie ich schon auf WO gepostet habe, hat ING Markets gestern gemeldet:
    „Der Trend von Gold zeigt übergeordnet seit mehr als einer Dekade aufwärts und ist vollkommen intakt…“

    Schon merkwürdig – in China wird den Bürgern der Kauf von Edelmetallen empfohlen, hier in Deutschland ausgeredet. Am Ende wird die Frage sein, wie weit der Interventionalismus der westlichen Regierungen diesmal reicht. Geld drucken geht – Gold drucken nicht.

  4. Beluga sagt:

    mal eine Frage an die Runde. Wie genau investiert ihr in Edelmetalle? Vor allen Dingen wuerde mich interessieren, wie man am besten beim physischen Erwerb vorgeht (wo kaufen, aufbewahren, was gibt es sonst noch zu beachten)

  5. klaus sagt:

    Professor Bocker hat sich zu Silber geäußert und meint, das Silber im Gegensatz zu Gold nicht mehr groß gewonnen wird und damit als Rohstoffanlage interessant wird.

  6. laquibie sagt:

    Letztlich zeigt der „Preis“ des Goldes doch hauptsächlich, wie stark das Fiat-Money real durch Mengenerhöhung abgewertet wurde. Die kurzfristigen Schwankungen sind dabei weitestgehend unberücksichtigt zu lassen.

    Fakt ist mal, die Geldmengen werden permanent und immer schneller ausgeweitet – geht ja auch nicht anders, in dem System, in dem wir derzeit leben. Bei den ganzen QEs muss der „Preis“ zwangläufig und mittel-/langfristig rauf. Welcher wirkliche Wert dahinter steht, steht doch auf einem ganz anderen Blatt. Halte es da mit Nver2Much.

    Die erste Goldmünze, die ich mir vor 10 Jahren gekauft habe, hat damals um die 400 € (!) gekostet. Preis heute: <1.200 €. Wert heute: mehr oder weniger gleich!

    Klar ist der EM-Markt stark manipuliert, dafür gibt es auch sehr gute Gründe. Wer sich mit Geldpolitik, Bretton-Woods, Nixons Abnabelung von der Goldbindung, usw. beschäftigt, erkennt relativ leicht, was hier abläuft. EM sind ein extrem starker Indikator für die Werthaltigkeit einer Nation und deren Wirtschafts- und Finanzkraft. Ein Geldsystem, welches ausschließlich (sic.!) auf dem Glauben beruht, dass mein Gegenüber mir seine Waren für den Fiat-Schuldschein aushändigt, ist in sich mehr als korrupt. (Muss gerade an ein altes Asterix-Heft denken: „Sesterzen nichts mehr wert sein“ LOL.)

    Wenn ein Händler den Glauben verliert, dass er für Fiat-Geld weiter Waren einkaufen kann, dann wird er definitiv auch kein Fiat-Geld als Gegenleistung für den Verkauf seiner Artikel akzeptieren. Die einzige Frage ist, welche Umstände dazu führen werden, dass die Allgemeinheit das Vertrauen in den Wert ihrer Papierschnipsel und Buchgelder verliert. Wenn das eintritt, zählen nur noch echte Werte – EM.

    Muss mal gerade nach dem Video guhgeln, wo das GELD und der schlaue Schachzug von den Fuggers so wunderbar erklärt wird….

    Ah, hier isses: Warum überall Geld fehlt, oder:Gib mir die Welt plus 5 Prozent – Die Geschichte vom Goldschmied Fabian

    M5C, EM sind in jedem Fall besser zur Wert-/Vermögenserhaltung geeignet, als irgendwelche Riester/Rürup/LV/Fonds/Aktiendepots. Nver2Much, stimme voll zu: EM sind nicht zum Zocken da, sondern schlicht um sich sein hart erarbeitetes zu erhalten.

  7. laquibie sagt:

    Ach ja, und ich bin 100% bei Jens was die Ratio Gold/Silber angeht. Silber ist ohnehin das Gold des kleinen Mannes. 🙂

  8. Jens Blecker sagt:

    Da muss man wissen was das Ziel ist. Geht es darum an Steigerungen kurzfristig zu partizipieren? Wie hoch will man sich investieren, etc etc etc etc.
    Wer da aus der Hüfte schießt macht sich keine ausreichenden Gedanken darüber.

  9. Jens Blecker sagt:

    Agree

  10. Jens Blecker sagt:

    Einer der Myor Points:

    Silber wird nicht gehortet sondern verbraucht. Das ist bei Gold kaum der Fall. Ein großer Teil des Verbrauchs wird per Recycling mittlerweile zurückgewonnen.
    Auf Sicht ist Silber in meinen Augen ein sehr sicheres Investment, allerdings muss man sich auch über die Form Gedanken machen. Sprich: Coins, Granulat, Industriebarren etc.

  11. Nver2Much sagt:

    Womit kann man am Besten ein Zentner Kartoffel bezahlen? Die Münzen sind da im Vorteil, denn sie wurden geprägt und somit kann jeder nachvollziehen das es eine Unze Silber z.B. ist. Bei Granulat ist es schon schwieriger und Silberbarren zu einen Kilogramm sind auch unpraktisch, da man sie nicht zerteilen will.
    Als Investment sehe ich Silber nicht, eher als Notgroschen.

    Als Investment ist Gold das langfristigere aber man kann es auch nur als Investment sehen. Denn in Notzeiten wie z.B. Abschaffung des Bargeldes oder Hyperinflation da kann man mit Gold nicht so viel anfangen, es sei denn man kauft es in kleinen Größen, dann ist es aber wieder extrem überteuert. Auf lange Sicht ist das auch egal, nur warum sollte man sich etwas viel teurer kaufen wenn es billiger geht 🙂

  12. laquibie sagt:

    N2M, es sei denn, man plant nach dem Crash ein Haus oder Grundstück zu kaufen, da kommt in dem Fall Gold richtig gut, weil hoher Wert bei kleiner Masse. 😉 Für’s tägliche ist Silber definitiv die bessere Wahl.

    Aber Jens hat schon Recht. Wenn ich Barren in Silber hätte, würde sich beim Reset sicher auch ein Betrieb finden, der mir etwas werthaltiges im Gegenzug dafür anbieten würde…

    Wie gesagt, für mich persönlich ist EM eine reine Absicherungsmassnahme für den Notfall. Und falls der Notfall niemals eintritt, dann eben für die „Rente“ (weil die ja so sicher ist“.

  13. Nver2Much sagt:

    So viel Geld werden wenige haben. Und ich glaub in den 30ern konnte man einen ganzen Wohnblock für eine Unze Gold kaufen.

    Nur wer braucht so etwas, denn das ist wiederum mit Kosten verbunden und Mieter gibt es dann auch keine mehr.

    Acker besteht Geld vergeht, oder so ähnlich.

    Die Silber Option, gerade weil sie klein zu zerstückeln ist und die Diskrepanz zu Gold so hoch ist und es immer mehr verarbeitet wird ist für uns Otto Normal Verbraucher die beste Wahl, denn jeder hat 25 € im Monat übrig und falls er die 25 € doch noch brauchen sollte, schaut mal bei Ebay was die verrückten mittlerweile Geld für eine Unze bezahlen.

    Das liegt daran der Preis den sie gerade für Silber ausrufen ist nur gefaket, die Nachfrage bei Ebay beweist es.

  14. Jens Blecker sagt:

    Das ist genau was ich sage, mann muss sich klar darüber sein, was die Zielsetzung ist. Wenn du 100.000 Euro beispielseise anlegen willst, ist Münzen schon n ordentlicher Batzen. Prägekosten etc, spielen auch eine Rolle, etc etc. Da kann man nicht einfach sagen, dies oder das ist das Richtige. Je nach dem was der eigene Anspruch ist(zum Beispiel möglichst abgesichert) würde ich mich entsprechend Hedgen, Cash als Gegenpol usw usf.

  15. MEDIC-on-DUTY sagt:

    Für viele hier ist klar: Gold und Silber sind langfristige Anlagen zur Werterhaltung und Sicherung des Lebensstandards für zukünftige einkommensschwache Phasen und aktuell die noch einzige (zumindest bei Gold ) steuerfreie Möglichkeit für Kleinanleger sich dem FIAT-System zu entziehen. Jeglicher darüber liegender Wertzuwachs in € ist zunächst einmal keiner, sondern lediglich eine weitere Abwertung der aktuell gültigen Währungseinheit.

    ‚Notzeiten‘ haben darüber hinaus ihre ganz eigenen Regeln. Ob und wie Gold oder Silebr (das auch gelagert, geschützt oder auch transportiert werden will) hier helfen kann, ist heute nicht abzuschätzen. Genau so wenig wie eine Kursprognose die sowieso Humbug ist.

    Ich verfolge diese Krisen- und EM-Propheten schon viele Jahre und keiner von denen, wirklich keiner ist durch seine eigenen Weissagungen reich geworden. Nur durch Bücher, Fachartikel oder Vorträge. Der Werbeeinnahmen auf den Onlineseiten natürlich nicht zu vergessen.

    Aufklärung ist ohne Frage sehr wichtig. Aber da draussen laufen so viele Nasen und Glaskugellutscher rum, dass man eigentlich nur seinen gesunden Menschenverstand benötigt, um ein für sich plausibles Bild über die eigene Vermögenssicherung zu machen. Und ja! dafür muss man sich eben mit der Materie beschäftigen. Denn ‚Experten‘ benötigen die, die zu faul sind, sich selbst um die eigene Zukunft zu kümmern. Oder die ‚allgemeingültige Meinung‘ nur zu gerne annehmen.

    Vergeßt diese ganzen Panikforen oder EM-Chartleser, die angeblich über eine wohl ‚geheime Charttechnik‘, die sonst wohl keine kennt ausser sie selbst, die ‚Zukunft‘ vorhersagen können.

    Deaktiviert das Mainstream-Gen, macht Euch schlau, zählt 1:1 zusammen und zieht Eure eigenen Schlüsse. Und dann, erst dann entscheidet darüber was ihr mit Eurem sauer verdienten Geld anstellt.

    Und auch wenn Silber eine ‚endliche‘ Ressourche zu sein scheint, so steht auch die technologische Entwicklung nicht still. Klettern erst die Preise, so werden auch alternative, kostspieligere Recyclingverfahren rentabel.
    Siehe die Förderung von Öl-Sand.

    Gier frist Hirn! Daran hat sich Jahrhunderte lang nichts geändert. Früher hat man immer gesagt, man müsse immer das Gegenteil von dem tun (anlegen) was die Masse macht. Heute ist alles anders.

    Wer hier schreibt „echte Werte sind EM“, der hat nix kapiert. Sorry, nicht falsch verstehen. EMs sind ok. Aber wahre Werte verehrte Anwesenden sind die Familie, Kinder, Freunde etc. Denn das ist die einzige (neudeutsch nachhaltige) Zukunftssicherung die uns am Ende bleibt.

    Wenn mich heute jemand Fragen würde, wie der Goldpreis morgen oder am Ende des Jahres steht würde ich antworten: Keine Ahnung frag JP Morgan.

  16. dirk sagt:

    ist doch beim Gold ganz einfach. Wenn Gold fällt freue ich mich und kaufe – steigt der Preis mache ich gar nichts. Dafür braucht es keine Experten oder Kaffeesatzleser^^

  17. Geschoepf sagt:

    Es ist keine Schande und bestimmt nicht verkehrt – in der jetzige Zeit – einen Teile seines, des zum Verfall bestimmten Papiergeldes, in andere materielle Güter/Produkte einzutauschen. Aber, man sollte, auch einen Teil dafür verwenden, der den Notleidenden zu gute kommt. Wenn man dies nicht direkt tun kann oder will, muss man da natürlich aufpassen, wie und über wen man dies tut. Doch es gibt auch Organisationen, die sich sinnvoll dafür einsetzen, dass es dort auch ankommt wo es gebraucht wird.

    Jesus sagte: „Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.“

  18. karugua sagt:

    Ich zum Beispiel habe einen Holzkohlehandel in Südamerika. Die Holzkohle steigt und steigt im Preis. Dies ist mir aber egal weil ich tonnenweise Holzkohle zu dem alten Preis gelagert habe und damit die Inflation auffange. Ich verliere also nicht bei der Inflation aber habe naturgemäss auch keinen Gewinn. Höchstens ich kaufe mir sofort Sachwerte von der Inflationsspanne ein. Einen neuen LKW vielleicht.

    Holzkohle wird selten geklaut weil alle auf Goldschmuck und Bargeld fixiert sind. Essen kann man es auch nicht. Und damit sich die Beute lohnt müsste man die Holzkohle schon tonnenweise klauen. Da würde dann meine Schrottflinte sprechen.

    Ich scheiss auf Gold und lasse mir keine grauen Haare wachsen. Silber ist als Rohstoff natürlich interessanter als Gold da technisch verwertbar. Gold nur in vernachlässigbaren Mengen. Ich bin Praktiker und auch Handwerker und schaffe so auch Werte die halbwegs beständig sind. Die Mischung macht es.

    Gold ist nur für Grosspekulanten nützlich. Für den kleinen Mann eher gefährlich. Und wenn man es braucht wird das Gold ja doch verschleudert.

  19. Aiumy sagt:

    „Eines hingegen ist sicher: Gold ist und bleibt ein seltenes und begehrtes Material.“

    Stimmt, Gold aus Bayern wird hochgerechnet zwischen 30000 €/oz und 12000€/oz gehandelt.

    viele Grüße

  20. dogbert sagt:

    Gold liegt aktuell wieder bei 1.675 US$ mit stark steigender Tendenz. Der Candlestick-Chart sieht für die letzten beiden Wochen sehr verhalten aus, irgendwas ist im Busch.

  21. karugua sagt:

    Silber ist seltener. Gold wird nur gehortet daher seine Seltenheit. Silber ist ein technisch begehrtes Produkt. Gold gefällt als Schmuck den Frauen. Nun ja, Sicherheit kann man auch mit Gold nicht kaufen aber manche wird es bestimmt beruhigen. Ich zähle da mehr auf meine Kreativität.

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