Masterbank: Russisches Geldinstitut vorläufig geschlossen

mbank

Das Menschen noch immer so großes Vertrauen zu den Banken haben, ist beinahe unglaublich. Nicht nur Erspartes wird dort geparkt ohne Zinsen zu erwirtschaften, viele Gutgläubige lassen sich auch noch dazu hinreißen, das Portfolio mit toxische Anlagen auszupolstern. Beispielsweise wurde eben erst JPMorgan wegen regelmäßiger Täuschung zu einer Strafe von 13 Mrd. Dollar verdonnert. Die Bank räumte umfangreiches Fehlverhalten ein und akzeptierte die Strafe. Das Institut räumte sogar ein, die Öffentlichkeit in großem Umfang hinters Licht geführt zu haben.


Mit Ethik hat das Bankgeschäft noch nie sehr viel am Hut gehabt und am Ende ist der Leidtragende der Kunde. Nun wurde der Masterbank in Russland die Lizenz entzogen, die Bank vorläufig geschlossen. Auch dort wird wegen einiger Vergehen ermittelt. Die Kunden der Bank haben zunächst das Nachsehen. Girokarten und Onlinebanking sind vorläufig ausgesetzt, gut wer sich vorher mit ausreichend Bargeld versorgt hatte.

Nachdem die russische Zentralbank heute die Lizenz widerrufen hatte, sicherte der Einlagensicherungsfonds jedoch unmittelbar zu, dass ab dem 4. Dezember mit den Auszahlungen der Guthaben.

Schaut man auf die Webseite, bekommt man ein Gefühl dafür wie es auch bald europäischen Sparern gehen könnte.

Screenshot Google Translate

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Neben Geldwäsche wird der Bank auch vorgeworfen, unglaubwürdige Berichtsdaten zu veröffentlichen und Kredite mit schlechten Sicherheiten zu vergeben.

Die Masterbank gehört zu den hundert größten russischen Banken in Bezug auf die Vermögenswerte und besitzt eines der größten Geldautomaten Netzwerke in Russland, so die Regulierungsbehörde in einer Erklärung. Die schnelle Erklärung der Einlagensicherung soll einen Bankrun verhindern, der unweigerlich weitere russische Geldhäuser in Bedrängnis bringen würde. Können die Kunden der Bank nur hoffen, dass die Sparvermögen auch wirklich ausgezahlt werden.

Carpe diem

Quelle: http://ria.ru/economy/20131120/978224660.html danke an Chris für den Hinweis.


5 Responses to Masterbank: Russisches Geldinstitut vorläufig geschlossen

  1. Tester sagt:

    Und da wundert man sich hier im Forum noch, dass einige ins Bitcoin wollen… 😉

  2. Babs sagt:

    Interessant und für den russischen Präsidenten zugleich peinlich: Im Aufsichtsrat sitzt sein Cousin Igor Putin. http://www.n-tv.de/wirtschaft/Moskauer-Master-Bank-muss-schliessen-article11763291.html

    ……aber Verwandtschaft kann man sich halt nicht aussuchen. Geschäftsbeziehungen sollen die zwei nicht hsben 🙂

  3. Tester sagt:

    Oh oh, hier wird sich Jens diebisch freuen, dass dies so groß gebracht wird:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/nullwachstum-debatte-wolfgang-muenchau-ueber-die-ewige-stagnation-a-934637.html

    Das Imperium will halt endlich abschließen… ob deren vorgeschlagene Lösung 1 (Faschismus), Lösung 2 (kommunistische Diktatur) oder 3 (keine wesentliche Veränderung zu heute) kommt? Ich bezweifle es und hoffe auf was ganz anderes, besseres am Ende. Aber der Artikel ist ein Kunststück der missbrauchten Hegel’schen Dialektik.

  4. Jens Blecker sagt:

    Nun, das ist einfach die logische Konsequenz. Aus dem Grund war klar dass die irgendwann damit aus der Ecke kommen. Eines aber hat er noch ausgelassen und das wird vermutlich in kombination mit der Abschaffung vom Bargeld kommen. Die Lizenswirtschaft. Wenn die Leute für alles Miete und Lizenzgebühren abdrücken müssen, bleibt das Geld auch im Fluss.

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