Der Bär und der Drache: Gegen Strich und Kamm gebürstet

Die Diplomatie der NATO beschränkt sich derzeit auf das Element Krieg um die letzten preisgünstigen Rohstofflager und Produktionsstätten. Nur so kann der Schuldenberg weiter in den Kolonien inflationiert werden. Inflationierung beim Wirt heißt Verzinsung beim Schmarotzer. Doch der Wirt hat sich gegen den Schmarotzer eine Medizin zusammengebraut.


Gastartikel von Jean Paul, 10.06.201
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Wie jetzt bekannt wurde, trat mit barschen Tönen bei einem Treffen in Helsinki im Mai 2014 Putins Vertrauter auf einem Empfang finnischer Persönlichkeiten auf. Der entscheidende Satz des russischen Gesandten lautete: „Wollt ihr (Finnen) Teil des Auslösers des dritten Weltkriegs werden?“ Die genauen Umstände und Hintergründe hat Radio Utopie heute veröffentlicht. (Meine Empfehlung den Artikel von Daniel Neun herunterladen).

In das gleiche Horn bläst auch Dr. Paul Craig Roberts, der eine Zeit lang an höchster Stelle in der US Regierung als Berater arbeitete. Nach seiner Überzeugung arbeitet Washington am Atomerstschlag.
Was meinen Sie verehrte Leser, aus Verzweiflung oder Überheblichkeit?
Russland hat den falschen Hasen natürlich längst auf dem Schirm. Ria Novosti veröffentlicht genau jene Meinung, die wir hier bei IKNEWS auch vertreten. Die NATO, mit ihren transatlantischen Führern, will die SOC (Eurasische Brückenstaaten) in einen Krieg treiben, bei dem die Vernichtung einkalkuliert wird.

Besonders nun wo auch noch das industrielle Schwellenland Indien der SOC wohl beitreten möchte. Wie immer ging eine so entscheidende Nachricht in den Westmedien total im Nachrichtenmüll unter!
Washington hat zwar sein Engagement nach Asien militärisch verlegt, aber seine Armada zur See muss hilflos zusehen, wie sich eine gigantische Landmacht entwickelt, schreibt die ZEIT mit einer vagen Note das der Drahtseilakt in die Hose gehen könnte.

Insgesamt wendet sich das Blatt zunehmend gegen die Transatlantiker und hin zur eurasischen Brücke. Doch diese Zeitenwende ist mit massiven Spannungen im Wirtschafts- und Währungssystem begleitet.

Der Verlierer auf der globalen Landkarte sind die Europäer!

Sollte die USA seine Vorherrschaft zur See verlieren, wird dies die USA nicht gleich in tiefe Verelendung stürzen, aber Europa in einem Meer an wertlosen Banknoten ertrinken lassen. Der EURO wird dann Geschichte sein. Die EU verliert schlagartig in alle Richtungen seine guten Handelspartner, Rohstoff- und Absatzmärkte. Die einen durch Kriegsgetöse, die anderen durch Flucht zum Sieger des neuen Goldstandards, statt wertlosem Fiatpapiergeld (€+$).

Durch die exorbitant großen Schuldscheinmengen der USA in Chinas Bankensektor und dem systematischen Goldankauf der chinesischen Regierungskader, macht China sich die USA zum Vasallen. Und die USA wird einwilligen, um nicht zu verhungern. Wir werden das noch alle erleben, sofern die Diplomaten sich durchsetzen.

Mein Fazit. Die globale Gemengelage ist äußerst kritisch zu bewerten. Washington zündelt wo es kann, die Gegenpartei kann bisher erfolgreich löschen. Wie lange noch? Das wissen nur die Halbgötter in den Bankentürmen an der „Wall-Street“. Ein heißer Sommer steht ins Haus.

(A.d.R. Gastartikel müssen sich nicht mit der Meinung des Seitenbetreibers decken. Die Autoren sind für ihre Inhalte selber verantwortlich)


57 Responses to Der Bär und der Drache: Gegen Strich und Kamm gebürstet

  1. Tester sagt:

    Und deine Kredite dürftest du (wenn die Bank mal in Schwierigkeiten gerät) unter Umständen „bis nächsten Montag“ voll abzahlen, sonst Enteignung. Seifenblase ade. Gab es schon alles.

  2. Politicus sagt:

    „Du kommst mit dem hohlen Quark von der Uni daher, wohl wissend dass diese Denke bisher NIRGENDS je gefruchtet hat und dann hältst du dich wohl für einen Experten?“

    Hm, gehört das nicht eher auf den Buchstabenkompost?

  3. strom23 sagt:

    @Tester

    Ich denke wir beschließen das hiermit ich kann dir aber sagen das meine Uni Zeit 15 Jahre zurückliegt und die Literatur auf die ich mich beziehe ist in Teilen über 100Jahre alt. Austrian Economics (Carl Menger, Mises) das bekommst du nicht an deutschen Unis gelehrt.

    Ich freue mich natürlich das du so außerodentlich gute Treffer gelandet hast. Ich dachte aber dein Fachgebiet sind Motoren da klangen deine Kommentare immer viel fundierter.

    Dann wollen wir mal noch darauf kurz eingehen:

    „Und deine Kredite dürftest du (wenn die Bank mal in Schwierigkeiten gerät) unter Umständen “bis nächsten Montag” voll abzahlen, sonst Enteignung. Seifenblase ade. Gab es schon alles.“

    Man könnte den Yuan Kredit z.b in 10jährige Chinesische Staats Anleihen parken oder ich teile den Kredit in Schweizer Franken, Pfund und Yuan mit business Konten bei 10 verschiendenen Instituten. Oder ich sichere ab und lege mir Edelmetalle in den Keller. Müßte man dan neben sehen was den höheren Erlös bringt. Der steigende Yuan Kurs oder die explodierten Edelmetalle.

    Tschö mein Guter

  4. Politicus sagt:

    @ strom & tester

    was war denn die Einführung des €uros?

  5. Tester sagt:

    Hahaha :) Als ehemaliger Student kann ich über solch realitätsferne Aussagen wirklich herzhaft lachen. Aber ich finde es gut, dass du Leute nur anhand ihren Nischenbildung wertest, das sagt ja einiges über deine Einstellung aus.

    Dazu zeigt es eben _dein_ Nischendenken ganz offen, denn du babbelst nach wie vor über irgendwelche fiktiven Konstrukte, die morgen komplett gewandelt werden können.

    Aber ich gebe dir ein reales Beispiel aus deutscher Geschichte – die D-Mark Einführung. Mach dich mal schlau über die Entwertung die stattgefunden hat und war um wieviel enteignet wurde.

    Nächstes reales Beispiel betr. Kredite, siehe „housing bubble“ nach 2001 in den USA. Da wurden mindestens 4 Mio. Leute um ihre Häuser (Hypotheken) gebracht.

    Nochmal damit es ankommt, das sind echte Beispiele aus der realen Welt, die du erlebt hast.

    Ich habe meinerseits auch erlebt wie eine-zwei Nullen jährlich aufs Geld dazu gedruckt wurden, von wegen das Beispiel mit lachhaften 50%. so viel Wert hatten wir damals pro Monat verloren.

    Nun reicht mir das so weit, dir wünsche ich viel Spaß mit der (im Ansatz grundsätzlich faschistischen) Österreichischen Schule, die auch nix kann und nie gefruchtet hat. Übrigens habe ich einige von dir zitierten Bücher vor mir in meinem Bücherschrank stehen, gerade lachen mich von Mises und Gsell an.

    Dass ich Ingenieur bin, macht es mir nicht unmöglich, mich in viele anderen Sachen einzuarbeiten. Man darf bzw. sollte vielerlei Interessen haben und Kenntnisse aufbauen. Das ist der feine unterschied zwischen einem Fachidioten und einem kreativen, denkenden Menschen.

    Zum Thema Wirtschaftslehre auf unseren heutigen Unis – ich versuche es mal mit diesem Zitat von einem sehr weisen Mann:

    „There are a few exceptions, of people who’ve studied economics, who have the sense to know what they don’t know. That’s where I find sensible people.

    Those who think they have all the answers, based on what is taught as generally accepted doctrine, they’re dangerous.“

  6. Tester sagt:

    @ politicus: so aus dem f-f, für die „Player“ war es Konsolidierung der Assets und feindliche Übrnahme der einzelnen nationalen Wirtschaften, sowie Eröffnungsmöglichkeit für zukünftige Spielchen.

    Die positive Seite, man hat versucht eine Eurozone zu gründen, die sich evtl. eines Tages aus den Klauen des Empire befreien und als eigenständiger Spieler viel produktiver und zukunftsträchtiger mit Asien zusammenarbeiten könnte. Dazu muss die Eurozone aber erst mal stark genug werden, das verhindert das Empire bisher erfolgreich (und die anderen Player sind auch nicht unbedingt dagegen, wenn Europa klein gehalten wird).

  7. Divide et impera sagt:

    “ Causa finalis movet non secundum suum esse reale, sed secundum esse cognitum.“

    Der letzte Grund bewegt sich nicht gemäss seinem realen Sein, sondern gemäss seinem Erkanntsein.

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