Katalonien: In Europas gemeinsamem Haus brennt es lichterloh

wahl

Während Ex-Präsident Gorbatschow nicht müde wird, vom gemeinsamen Haus Europa zu philosophieren, brennt es anderswo in Europa gewaltig. Eigentlich hätte am Wochenende eine offizielle Volksbefragung zur Unabhängigkeit Kataloniens stattfinden sollen, diese wurde jedoch kurzerhand vom spanischen Verfassungsgericht verboten. Ein wenig zynisch, wenn man betrachtet, dass an diesem Wochenende die Freiheit der ehemaligen DDR sich zum 25. Mal jährte. Nun, Demokratie darf eben nur so weit gehen, wie es in den Plan der Junta passt, das wurde nicht erst an diesem Wochenende klar. Da fragt man die Iren eben auch mal solange, bis das Ergebnis passt. Nicht nur mit politischem und wirtschaftlichem Druck scheint man Ergebnisse zu nivellieren, es kann eben nicht sein, was nicht sein darf?


Erst kürzlich waren bei der Volksbefragung in Schottland hinterher die Ergebnisse äußerst überraschend ausgefallen. Im Nachhinein gab es unzählige Videos im Netz, die einen korrekten Wahlablauf durchaus fragwürdig erscheinen ließen. Nun, am Ende bleibt eben alles beim Alten. Überrascht hat es den aufmerksamen Beobachter nicht.

Die treibenden Keile eines gemeinsamen Hauses Europa sehen sich im Augenblick gewaltigen Aufgaben gegenüber, nicht nur in Katalonien stehen die Zeichen auf Sturm. Dort hatten am Wochenende über 80 % der Stimmberechtigten für einen eigenen Staat votiert. Auch in anderen europäischen Mitgliedsstaaten – allen voran Großbritannien – brodelt es unter der Oberfläche gewaltig. Immer wieder kämpft Cameron um das blanke politische Überleben und stellt ein Votum in Zukunft in Aussicht. Die Briten mit ihrem ausgeprägten nationalen Selbstverständnis dürften dann allerdings relativ scharf ausscheren aus dem Zwangskorsett EU und genau hier liegt auch das große Problem mit dem Gedanken.

Zu unterschiedlich sind die Interessen und Mentalitäten, als dass diese sich in einem derart starren Rahmen langfristig bezwingen ließen. Mit dem überhasteten Integrationsprozess wurde ein homogenes Zusammenwachsen nahezu unmöglich gemacht. Brüssel ruft und alle sollen springen, das kann und wird so kaum funktionieren.

Werfen wir nun einen Blick zurück auf Katalonien, der Wirtschaftsbastion in Spanien. Seit 2006 besitzt es wieder ein Autonomiestatut mit erweiterten Kompetenzen. Das jedoch reicht den Katalanen bei Weitem nicht. Immer wieder werden die enormen Transferzahlungen nach Madrid bemängelt, welche die Kassen leerspühlen und die Region finanziell stark belasten. Dem soll endlich ein Riegel vorgeschoben werden.

Betrachtet man das Votum vom Wochenende, ist die Marschrichtung eigentlich klar. Katalonien richtet sich nun auch an die Weltgemeinschaft und bittet um Unterstützung für den Sezessionsprozess. Spanien sieht sich hier einem gewaltigen Problem gegenüber, ist der Funke der Freiheit erst gesät, wird auch bald das Feuer der Leidenschaft dazu brennen. Ein weiterer Aspekt wären hier noch die Basken, auch eine relativ starke wirtschaftliche Region in Spanien. Selbst wenn – und bereits das wäre für Spanien eine schwere fiskale Katastrophe – Spanien Katalonien in die Unabhängigkeit entlassen würde, wäre das Feuer nicht gelöscht. Dann würden auch die Basken wieder Gewehr bei Fuß auf der Matte stehen. Es geht also eigentlich um den Fortbestand jenes Spaniens, dass eine nennenswerte Rolle in der EU spielt. Damit wird es auch für das „gemeinsame Haus Europa“ zu einem Zünglein an der Wage.

Wo aber sind nun all die „Demokraten“, welche lauthals nach Demokratie schrien, wo es beispielsweise um die Zersplitterung von Ex-Jugoslawien ging? Ist nicht Unabhängigkeit durch eine Volksbefragung ein verbrieftes Grundrecht? Nun, wie wir im rein „grunddemokratischen“ Prozess der Ukraine erkennen können, ist es nur ein Grundrecht, wenn es eben zu den Zielen der Junta passt und das dürfte bei Katalonien nicht einmal im Ansatz der Fall sein.

Spannend wird es in den kommenden Monaten, wie wird man die „Ausscherer“ wieder auf Kurs prügeln? Da würden mir schon einige wirtschaftliche Repressalien einfallen. Was immer deutlicher wird: Ohne eine gewaltbereite Staatsmacht, wird das „gemeinsame Haus Europa“ kaum Bestand haben. Selbst wenn man mit einem Polizeistaat EU die Ketten eine Weile gespannt bekommt, werden die Anstrengungen diesen Status aufrecht zu erhalten, enorme Anstrengungen erfordern. Auf Dauer bricht allerdings jedes Regime irgendwann zusammen, das hat uns die Zeit bereits gelehrt. Die EU kann und wird nur als freier Staatenverbund eine Chance auf Frieden und Aufschwung haben, niemals als eine „blaue Sowjetunion“. Je früher die Architekten dieser Zwangsjacke das akzeptieren, umso schneller können die Fehler der Vergangenheit beseitigt werden und die Weichen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit gestellt werden.

Solidarität mit Katalonien!

Carpe diem


15 Responses to Katalonien: In Europas gemeinsamem Haus brennt es lichterloh

  1. Jens Blecker sagt:

    Zum Thema:

    Catalonia vote: 80% back independence – officials
    http://www.bbc.com/news/world-europe-29982960

  2. Jens Blecker sagt:

    Dito:

    Most Catalans Want Independence From Spain According to an Informal Vote
    http://time.com/3575296/catalans-catalonia-catalunya-independence-spain-poll-referendum/

  3. Infoliner sagt:

    In Europas gemeinsameM Haus brennt es lichterloh

    bitte kurz korrigieren damit das Sprachgefühl nicht noch weiter korrumpiert wird 😉 braucht dann weiter nicht veröffentlicht werden, dieser Beitrag.

  4. Jens Blecker sagt:

    OMG, nun wird es ABSURD:

    Madrid hält die Katalanen für Farceure
    Von Oliver Meiler, Barcelona. Aktualisiert vor 59 Minuten

    2,25 Millionen Teilnehmer, 80 Prozent «Ja-Ja»: Die katalanische Volksbefragung zur Unabhängigkeit war ein Erfolg. Doch er hätte noch grösser ausfallen können. Und die Resultate sagen wenig aus.

    http://bazonline.ch/ausland/europa/Madrid-haelt-die-Katalanen-fuer-Farceure/story/26021129

  5. Herbert Ludwig sagt:

    Unabhängig von einer Zentralregierung sein zu wollen, drückt m. E. die Sehnsucht der Menschen aus, in den Fragen ihres kulturellen und wirtschaftlichen Lebens sich selbst bestimmen zu können, was in einer Parteien-Oligarchie, die alles zentral reglementiert, unterdrückt wird.

    Das aber mit dem „Selbstbestimmungsrecht der Völker“ zu begründen, brächte dem einzelnen Menschen nicht sein Selbstbestimmungsrecht. Das „Selbstbestimmungsrecht der Völker“ ist eine Chimäre. Es gibt nur das Selbstbestimmungsrecht des einzelnen Menschen. Ein Volk hat kein „Selbst“, das sich bestimmen könnte. Es sind in der herkömmlichen „Demokratie“, die ja in Wahrheit eine Parteien-Oligarchie ist, immer einzelne wenige, die „für das Volk“ bestimmen, also über die anderen entscheiden. Damit schließen sie deren individuelles Selbstbestimmungsrecht aber aus. Auf das kommt es jedoch an. Wenn die einzelnen Menschen frei sind und sich im Wirtschafts- und Kulturleben selbst bestimmen können, ist auch das Volk frei.

    In einem kleineren regionalen „demokratischen“ Staat würde sich das aber nicht wesentlich ändern. Er wäre nur etwas überschaubarer und die Menschen wären vielleicht etwas näher an den Entscheidungsprozessen dran. Eine Ausschaltung des individuellen Selbstbestimmungsrechtes wäre es aber nach wie vor. “Wählen bedeutet die Illusion des Einflusses im Austausch gegen den Verlust der Freiheit“, schrieben zwei holländische Kritiker.

    Überlegungen dazu:
    http://fassadenkratzer.wordpress.com/2013/05/17/fassade-demokratie/
    http://fassadenkratzer.wordpress.com/2013/06/01/die-steigerung-der-demokratischen-diktatur-in-der-eu/

  6. Ice-Dealer sagt:

    aus meiner Sicht vermischt du hier unterschiedliche Themen
    – in Deutschland hätte das Bundesverfassungsgericht eine Abstimmung für eine Sezession von Bayern auch verboten, weil es gegen das Grundgesetzt verstößt
    – hat die Katalanische Unabhängigkeitsbegeweung eine eigene Geschichte.. das hat nichts mit Europa zu tun (ich verstehe die Bevölkerung und die Initiatoren nicht als Europa-Gegner sondern als Katalanen – so wurde direkt angekündigt im Falle einer Unabhängigkeit der EU beitreten zu wollen), vielleicht eher Richtung Europa der Regionen
    – Herbert Ludwig: ich denke eine engere Feedbackschleife zwischen Wählern und gewählten würde schon etwas bringen. Wer sich beim Brötchenkaufen beim Wähler für seine Handlungen rechtfertigen muss, vertritt diesen eher, als ein anonyme Masse tausende KM entfernt.. es geht um verantwortung für die wähler.. gleiches ziel verfolgt m.E. z.B. liquid democracy

  7. Tester sagt:

    Wo „brennt“ es denn genau? Ich sehe nix bis auf ein paar (niedergeschlagene) Demos hier und da.

  8. chris123 sagt:

    Wo Gorbatschow und das „Gemeinsame Haus Europa“ erwähnt wird. Es gibt viele „fromme Ideen“ und Realitäten. Die Realität die Gorbatschow miterleben musste ist das was er „die Zentrifugalkräfte“ nannte „die am Ende nicht mehr zu halten waren“. Er meinte damit die damaligen Republiken des SU Imperiums die immer weiter aus der Bahn flogen und vom „Obersten Sowjet“ nicht mehr zu halten waren. Und heute geht das mit der EU den gleichen Weg und das ist dann die historische Realität die jemanden wie Gorbatschow einholt. „Fromme Wünsche“, insbesondere wenn man im Alter sentimental wird und sein Lebenswerk betrachtet, ist da wenig hilfreich. Es ist aber sicher nicht nur dieses grosse Gefühl von der „Völkerfreundschaft“ etc., sondern vermutlich auch ein Verständnis was es heisst wenn Europa explodiert. Das weiss man, wenn man selbst Teil einer solche Explosion war wie er.

    Und damit kommen wir zum praktischen Problem jenseits von frommen Wünschen. Wenn das heutige System auseinander fliegt, was denkt Ihr Euch eigentlich wie das ablaufen soll? Denkt Ihr eigentlich man könne einfach auf Knopfdruck wieder „AUF ALT RÜCKSCHALTEN“? Die alten meist nationalen Modelle sind in erheblichen Masse ersetzt worden. Viele Ordnungsstrukturen setzen das EU-Ordnungsmodell voraus. Einfach mal folgendes Bild. Stellt Euch mal vor man will mit dem Internet nichts mehr zu tun haben und alles wieder auf BBS / Mailbox Basis mit Wählleitungen abwickeln. Wie soll das bitte „über Nacht“ gehen? Man kann die Geschichte in den meisten Fällen nicht einfach mal schnell zurücksetzen auf einen alten Snapshot.

    Wer das jetzt durchdacht hat, der merkt schon: Oho, all die zentralistischen Machtstrukturen der letzten Jahre (der Eliten!) stehen jetzt zur Disposition. Klar, aber auch die Realitäten dahinter, das sollte man nicht vergessen. Die Realitäten sind die Abläufe des täglichen Lebens, Verträge untereinander, Zulieferer und Abnehmer etc. Das gab doch nach dem Zusammenbruch der SU eine riesen Sauerei. Man kann nicht einfach mal schnell solche Systeme reseten oder auf default rücksetzen nur weil es sich so schön romantisch anhört wieder eine Region und Identität zu sein. Gibt es eine Kettenreaktion, wird das Chaos perfekt.

    Ich habe mehrfach gewarnt vor dem Zusammenbruch der BESTEHENDEN ORDNUNGSSTRUKTUREN, das was Putin auch auf dem Valdai Forum sagte. Man unterschätzt dass diese „Gegenseitigkeit“ und „Formzwänge“ gewisse Grundvoraussetzungen z.B. der Wirtschaft darstellen.

    Ich denke, dass Gorbatschow das Fiasko und Chaos sieht was sich wiederholen wird, wenn „die Zentrifuge“ in so einem transnationalen Konstrukt wieder in Fahrt kommt. Und WER bitte wird dann, wenn diese Zentrifuge Europa explodiert gewinnen? Und wer wird verlieren? Und wer bringt dieses totale Chaos dann wieder in Ordnung? Die Sanktionen sind nur ein Vorgeschmack unter KONTROLLIERTEN BEDINGUNGEN.

    Egal wie es läuft, der Misskonstrukt EU wird sich immer klarer offenbahren und das Chaos wird dann perfekt wenn jeder macht was er will und die alte Zentrifuge alles in Stücke reisst. Ein „besonnenes Ende“ wäre da eigentlich ein Wunder.

    Der Euro wird gehalten, koste es was es wolle. Italien plant den Ausstieg über Volksentscheid, die Sanktionen auf Cesars Befehl gehen inzwischen für viele mächtig nach hinten los, Länder haben die Nase voll und wollen raus, Regionen wollen raus, man hat die Nase voll von Überregulierung usw. Dann sollten diese Regionen ihre Autarkie mal beweisen. Und genau da war ja bei der Schottland Wahl diese grosse Unsicherheit. Kann Schottland denn überhaupt allein? Die Schweiz hat ihre autarken Strukturen mit viel Anstrengung behalten können, die anderen müssen wieder zurück auf diesen „alten Level“. Kann das gelingen, wenn Du danach von der Junta zum Perma-Feindbild hochstilisiert wirst und Deine Produktexporte danach Sanktionen und übertriebenen Zöllen zum Opfer fallen?

    Versteht ihr was ich meine. Nicht dass ich der EU gut rede. Mir fehlt das Modell eines „nachvollziehbaren kontrollierten und NACHHALTIGEN Ausstiegs“ aus Sicht der Menschen die schneller als man denkt zu Verlierern und nicht Siegern werden. Wie sieht die Welt eines Schotten oder Katalonen DANACH aus wenn die EU ihnen nicht im Sinne „assoziierte Partnerschaft“, sondern als „Feindgebiet“ und mit ihrer Sanktionsinfrastruktur begegnen wird? Die machen die doch fertig! Ich bezweifle dass diese Regionen in einen „Neue Schweiz Zustand der Neutralität“ migrieren können. Dies wäre der ANDERE „fromme Wunsch“ der autarken friedlichen Region. Genauso „fromm“ wie die Vorstellung von der glorreichen Völkerverständigunge im zentralistischen Sinne. So zumindest mein Verdacht!

  9. chris123 sagt:

    Mit der EU ist es schätzungsweise wie mit „Hotel California“. Rein kommst Du schon, nur wie kommt man da wieder heil raus? Könnte zur EU-Hymne werden:

    https://www.youtube.com/watch?v=5a1rZrnUIRg

  10. Frank H. sagt:

    Falscher Separatismus? Korruption und Kreditierungsquote ist in Katalanien parteiübergreifend extrem hoch sagt folgende Quelle:
    „Die EU bezeichnet Katalonien als korruptesten Region Spaniens und einer der größten Korruptionen in Europa.“
    http://spanienleben.blogspot.de/2013/09/die-eu-bezeichnet-katalonien-als.html
    Man muss auch Fragen, ob hier private Kapitalbesitzer eine bereits gewährte „Oase“ haben wollen!
    Desweiteren hat Spanien eine völlig andere Historie als Groß-Britannien. Auch das muss man beachten. Spanien ist noch nicht lange vom Faschismus „gesäubert“ und noch weitestgehend erzkatolisch.
    Umgekehrt haben auch Spaniens Zentralregierungsparteien jede Menge „Projekte“ am laufen. Wird im Bericht auch so erwähnt.
    Und die Griechen sind leider auch beim Thema Finanzenkontrolle seit ewigen Tagen unterentwickelt.
    Ich halte das Projekt „Freiheit für Katalonien“ eher für eine ARGUMENTATIONSHILFE zur Errichtung einer neuen DIKTATUR. Ein weiterer Testballon wurde losgelassen.
    Anders sieht es mit Schottland aus? Ja! Auch hier sollen gewisse Ziele erreicht werden: die CoL will dringend in Seilschaft mit der Krone aus der Schusslinie der Finanzmarktaufsicht kommen. Daher war das Votum nicht ganz ungefährlich. Wäre hier dagegen etwas angebrannt, würde London lichterloh brennen. Ergo riss man sich in London den A auf, die Schotten herum zu kriegen. Ist ja auch gelungen. Und Londons City weigert sich standhaft auch nur 1 Penny an die EU zu zahlen. Die EU Kritik über Farage gestreut, der beste Beziehungen in die City hat, ist wahrscheinlich nur eine Maske.
    Das die EU selbst in Gänze am seidenen Faden schwebt, liegt an ihrer absoluten Abhängigkeit von Washington und dem Dollar/Euro Währungsdoppelsystem.

    Zusammenfassung: Ich erwarte einen Zerfall in mehrere große Regionalzonen. Beachten sie bitte solche Hinweise in der Presse. Den Anfang machte die AfD mit Nord- und Südeuro!
    Viele hier haben gar nicht begriffen, warum die AfD eben nicht mit Ukip kann und will.

  11. Frank H. sagt:

    Im übrigen: die Abstimmung gestern ist tatsächlich genauso wertlos wie die der Venezianer Anfang 2014.
    Nicht anders sieht es bei den „Volksbefragungen“ unter der Aufsicht der USA auf dem maidan aus und mit der Volksabstimmung in der ukrainischen Donbassregion. Beide sind völkerrechtlich wertlos. Die Ukraine leidet an den blutigen Folgen Stalins Säuberungswellen bis heute. Als dann noch Hitler einfiel hofften die verbliebenen echten Ukrainer auf eine Besserung und stellten sich auf die Seite Hitlers. Mit dem Ergebnis, das sie erneut dem Falschen zujubelten, er verlor den Krieg gegen die SU im Osten. Stalin wütete nochmal. verschob Polen nach Westen, und die Ukraine gleich mit. Übrig blieb ein Vielvölkerkonstrukt (Ungarn, Rumänen, Polen, Ukrainer, Russen) bis zum November 2013.
    Putin hatte also stehts sichere Freunde in der Ukraine. Der Angriff der USA auf die Ukraine war eigentlich zum Scheitern verurteilt. Daran sieht man wie beschissen die Aussenpolitik der USA ist. Die EU (ohne Groß-Britannien) ist eigentlich nur der Befehlsempfänger aus Washington. Die EU hat ohnehin keine eigene Meinung im Bündnis. Sollte sie eine haben, wird man sie mit Finanzattacken der US und CoL Banken schon abwürgen.

    Wann gäbe es wirklich ein Erdbeben bis an die US Ostküste: Wenn Frankreich absäuft. Und dazu wird man es im Zweifel nicht kommen lassen.

  12. Frank H. sagt:

    @Tester
    Frankreich ist der Cornerstone, der Eckstein, die stärkste EU Klammer nach Deutschland. Deutschland ist angelsächsisch dominiert und kontrolliert Frankreich zusammen mit den Briten.
    Helmut Kohl hat die Franzosen über den Tisch gezogen. Alles was er von sich gibt ist restlos gelogen. Man sehe sich sein Netzwerk genau an. Frankreich hat den letzten Weltkrieg quasi zweimal bezahlt. Einmal an die USA und einmal an Deutschland. Eine bittere Ironie der Geschichte.

    Und wie ist das Möglich? Na den BILDERBERGERN sei Dank.

  13. Frank H. sagt:

    Der längst verfilzte FC Bayern München (pfeiffen alle Spatzen vom Dach), sein Trainer Pepe Gardiola und die Katalanenabstimmung zwecks Gründung einer europäischen Steueroase.
    „Auch der Trainer des FC Bayern München, Pep Guardiola, nahm in Barcelona an der Abstimmung teil: Er sagte, die Katalanen seien kein Volk, die solch einen Schritt fordern, weil ihnen die Sonne zu stark auf das Hirn gebrannt habe. Die Wunsch von Millionen Bürgern könne nicht einfach ignoriert werden.“
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/11/09/spanien-millionen-katalanen-bei-volksbefragung-zur-unabhaengigkeit/

    Wisnewski hat das Gegenstück, also den Auslöser, dazu parat:

    „Der größte Coup des Planeten: Planen Zentralbanken Schwarzen Donnerstag?

    Kollabierende Zinsen und fallende Goldpreise: Ja, was bleibt denn da? Vor allem Aktien, will uns der Mainstream einreden. Die Europäische Zentralbank will die Anleger sogar mit Negativzinsen aufs Börsenparkett treiben. Kein Wunder, denn schließlich besitzen die Zentralbanken selbst Aktien. Und wer Wertpapiere pusht, will irgendwann auch Kasse machen − das ist nun mal ein ehernes Gesetz. Der Schwarze Donnerstag lässt grüßen“

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/wirtschaft-und-finanzen/gerhard-wisnewski/der-groesste-coup-des-planeten-planen-zentralbanken-schwarzen-donnerstag-.html

    Die EUdSSR wird es ohnehin nicht überleben in der heutigen Gestalt. Die Kleinstaaterei wird sie m. M. n. noch mit der EZB verhindern, die Regionalisierung aber nicht.

    In den USA bahnt sich ebenfalls eine Zerlegung an. Bibelgürtel, reaktionäre Ostküste, liberale Westküste.

    Ach ja: ganz wichtig: Canada (völkerrechtlich immer noch britische Kronkolonie (Queen) unter Selbstverwaltung (Parlament)) schert nun aus dem Nordamerikanischen Verbund aus! Mal sehen was Jens dazu sagt?
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/11/09/handel-ohne-us-dollar-kanada-und-china-schliessen-waehrungs-abkommen/

    Wie IKNEWS schon lange vorausgesagt hat: die USA sind am Ende des Zenits und das Kapital geht nach Zentralasien flüchten.
    Am Ende wird es nur eine Verschiebung des Weltwirtschaftskollaps sein. Denn, insgesamt ist die Welt mit Gütern aller Art überversorgt, die Lohnschraube am untersten Limit. Gleichzeitig weiss keiner wie man das System noch langfristig real stabil halten soll. Ressourcen sind nun einmal endlich.

  14. Irmonen sagt:

    Franco, von Hitler unterstützt habt die Katalanen in eine brutale, vergewaltigende Diktatur hineingezwungen. Dies wirkt bis heute nach: Die Katalanen durften bis heute nie wieder ihr Schicksal selbst bestimmen, die Zentraldiktatur ist ungebrochen und saugt die Wertschöpfungskraft ab.

    http://www.uni-frankfurt.de/44860878/Katalanische_Geschichte

    Am 18. Juli 1936 beginnt mit der Erhebung der spanischen Truppen in Marokko unter Franco der Spanische Bürgerkrieg. Alle katalanischsprachigen Gebiete außer Mallorca und Eivissa bleiben republiktreu. George Orwell, der berühmte Autor von 1984, hat in seinem 1938 erschienenen Buch Homage to Catalonia (deutsch: Mein Katalonien) die Ereignisse im Bürgerkrieg geschildert. Mit Hitlers und Mussolinis Hilfe gewinnen Franco und die spanische Rechte schließlich den Krieg, der über l Million Menschen das Leben gekostet hat. Ende Januar 1939 wird Barcelona besetzt. Francos Feindbild, das zunächst die der Republik gegenüber loyalen Demokraten und die »Roten« betraf, verknüpft sich später speziell mit den Katalanen. Er setzt das Autonomiestatut außer Kraft und beginnt eine rigorose Unterdrückungspolitik, ein wahrhaftes Pogrom gegen die Katalanen und alles Katalanische (siehe dazu den Essay »Die katalanische Sprache«).

    Die Franco-Diktatur, die einen alles kontrollierenden Polizeiapparat aufbaut, ist die finsterste Epoche, die Katalonien in seiner tausendjährigen Geschichte durchlebt hat. Katalonien ist seine Zugehörigkeit zum spanischen Zentralstaat in dieser Zeit besonders teuer zu stehen gekommen. Doch muß Franco im Laufe der Zeit seinen Antikatalanismus drosseln, um sich dem Ausland gegenüber den Anstrich eines politischen Partners zu geben, dem man die diplomatische Anerkennung nicht mehr versagen kann. Spanien wird dann 1955 in die UNO aufgenommen. Der Versuch, auch die katalanische Wirtschaft zu knebeln, wirkt sich auf die spanische Wirtschaft negativ aus und wird deshalb zum Teil wieder aufgegeben: Franco kann nicht verhindern, daß Katalonien weiterhin das wirtschaftlich aktivste Gebiet der Iberischen Halbinsel bleibt und zieht es vor, den dort erwirtschafteten Reichtum für die Konsolidierung seines Systems abzuschöpfen.

    Ein »Länderfinanzausgleich«, der einem Land bis zu einem Drittel des Erwirtschafteten abschöpft, überschreitet das akzeptable Maß. Hier wirken bei der Zentralregierung noch Denkschemata aus der Francozeit nach.

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